Bundestagsabgeordneter Hüppe pflegte einen kranken Bergmann
17.08.2008 | 13:55 Uhr 2008-08-17T13:55:02+0200Bönen. Auf seiner Tour als "Pflegepraktikant" durch den Kreis versorgte der heimische Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe auch einen Bönener Patienten.
"Für mich ist es immer wieder wichtig, solche Praktika zu machen. Denn zu mir kommen fast ausschließlich im Gesundheitsbereich nur die Interessenvertreter, aber nie die, um die es wirklich geht, die Betroffenen", erläuterte der Abgeordnete seine Beweggründe für seine Tour durch denWahlkreis, bei der er verschiedene Familien und Einrichtungen besuchte.
Bei den Bergkamener "Pflegeprofis" trat er am Morgen seinen Dienst an und begleitetet Schwester Kerstin Deppe, Mitarbeiterin des privaten Pflegedienstes. Eine 94-jährige Seniorin in Bergkamen war die erste Station für den "Praktikanten". Unter Anleitung machte sich Hüppe daran, der alten Dame einen fachgerechten Fußverband anzulegen. In Bönen führte er mit Schwester Kerstin im Haus eines ehemaligen Bergmanns, der wie viele seiner Kollegen unter einer Staublunge leidet, eine "Qualitätssicherung" durch.
Der Rentner wird 24 Stunden am Tag künstlich beatmet, die kleinste Anstrengung ist eine große Belastung. Mit Schwester Kerstin wurde überprüft, ob die eingesetzten Hilfsmittel - wie Toilettenaufsatz und Treppenlift - den Pflegeansprüchen genügen.
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