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Großbaustelle Kosterstraße

24.05.2012 | 17:51 Uhr
Großbaustelle Kosterstraße
Die Baustelle an der Kosterstraße / Königsallee fordert von den Autofahrern gute Nerven. Foto: Udo Kreikenbohm

Stiepel.   Der geplante Kreisverkehr in Stiepel erweist sich für viele Autofahrer als Nervenprobe. Auch Geschäftsleute wie etwa bei „Jacques’ Weindepot“ spüren die Baustelle, die noch bis Sommer 2013 andauern soll.

Ob der Dauerstau auf der Kosterstraße bald ein Ende hat? Seit über 30 Jahren fahren die Autos von Hattingen über die Kosterbrücke direkt in ein Nadelöhr an der Kreuzung Haarstraße / Königsallee hinein. Für etwa 14 000 Kraftfahrzeuge pro Tag bedeutet dies: Stau ohne Ende. Eine umfassende Baumaßnahme, die noch bis Sommer 2013 andauern soll, wird diesen Zustand jetzt ändern.

In drei Bauabschnitten wird der 1,8 Kilometer lange Engpass beseitigt. Der erste Abschnitt umfasst den Umbau der Kreuzung Königsallee/Haarstraße zu einem Kreisverkehr. Auf der Kosterstraße steht zwischen Kemnader Straße und Von-Dücker-Straße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Der Verkehr kann in beide Richtungen an dem Baufeld vorbeifahren. Lkw werden großräumig umgeleitet, doch längst nicht alle Lkw-Fahrer halten sich daran.

Die Kemnader Straße ist auf Seite des Wasserwerkes von der Kosterstraße abgebunden. Der Verkehr wird über die Königsallee und Im Haarmannsbusch umgeleitet. Davon sind die Besucher des Klosters ebenso betroffen wie die Gäste des Restaurants Am Varenholt.

Aufgrund der extrem hohen Verkehrsbelastungen kommt es oft zu Verkehrsbehinderungen. Georg Timmerkamp von der Baustellenüberwachung geht allen Beschwerden nach. Sein Baubüro an der Kosterstraße 46 ist für alle Ratsuchenden offen. Auch telefonisch ist er zu erreichen:  Tel. 0234 / 324 13 247. Sobald der erste Abschnitt des Kreisverkehrs befahrbar ist, wird er für den Verkehr nach Hattingen geöffnet. „Das wird zu einer echten Entlastung führen“, so Timmerkamp.

Gute Zusammenarbeit

Petra Korthals, kommissarische Schulleiterin der Gräfin-Imma-Schule, äußert sich lobend über die Bereitschaft der Bauüberwachung, auf Wünsche der Bürger einzugehen. Sie kann sich dabei auf Berichte von aufmerksamen Eltern verlassen. „Die Situation ist viel besser, als wir es zunächst befürchtet haben“, erzählt sie.

Für die Grundschule besonders hilfreich ist eine gute Zusammenarbeit mit Manfred Bindemann, dem zuständigen Bezirksbeamten der Polizei. Er ist immer über alle anstehenden Baumaßnahmen informiert und arbeitet eng mit der Bauüberwachung zusammen.

Umsatzeinbußen im Weingeschäft

Anne Barbian von „Jacques‘ Weindepot“ beklagt sich über Umsatzeinbußen, weil ihrem Geschäft viele Kunden fern bleiben würden. Obwohl sie Schilder aufstellte, Hinweise auf ihrer Mailingliste und auf dem Anrufbeantworter platzierte: „Das hat alles nur wenig gebracht“, meint sie. Dennoch lobt Anne Barbian die gute Organisation der Baustelle. Diesem Lob schließt sich auch die Freiwillige Feuerwehr Stiepel an, deren Zu- und Abfahrt durch die Baustelle aus Sicherheitsgründen gewährleistet sein muss.

Klaus Thormählen


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