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Auf der Jagd nach neuen Spielen

30.05.2012 | 19:06 Uhr
Auf der Jagd nach neuen Spielen
Mitglieder des Spieleclubs Hippodice in Bochum Langendreer. Foto: Eberhard Franken

Langendreer.  Großer Erfolg für den „Hippodice“-Spielclub in Langendreer: Der Wettbewerb, den die leidenschaftlichen Spieler ausrichten, findet internationalen Zuspruch.

Am Internationalen Weltspieltag konnte den ganzen Tag über gespielt werden, weil der Aktionstag, der auf die Wichtigkeit des Spielens für Kinder aufmerksam machen will, auf den Pfingstmontag fiel. In Bochum gab es deshalb vorgezogene und nachträgliche Veranstaltungen wie etwa die Einweihung des neu gestalteten Spielplatzes an der Hüllerstraße.

Für die rund 40 erwachsenen Mitglieder des Spielclubs „Hippodice“, die sowieso immer spielen, steht in dieser Woche allerdings nicht der Weltspieltag im Fokus, sondern der kommende Sonntag. „Dann überreiche ich nämlich“, so Karsten Höser, der stellvertretende Vorsitzende des Clubs, „beim Göttinger Autorentreffen die Preise für den ‚Hippodice Spiele-Autoren-Wettbewerb‘, der im März bei uns in Langendreer stattgefunden hat.“

Namen nennt Höser noch nicht, obwohl die Ergebnisse längst fest stehen und die Autoren bereits Bescheid wissen. „Das Ganze ist sowieso eher eine Frage der Ehre“, sagt er. „Für die Sieger gibt es ein paar warme Worte, eine Urkunde und kleine Gutscheine für den Spielezubehörhandel. Das war’s.“

Der Wettbewerb allerdings, den Hippodice alljährlich ausrichtet, findet enormen Zuspruch in der internationalen Spielszene. Und er ist einmalig in Deutschland. „Nur in Frankreich und Italien gibt es noch vergleichbare Wettbewerbe“, so Höser nicht ohne Stolz. Die Autoren, die dem Spieleclub ihre Prototypen zur Bewertung und zum Testen schicken, kommen allerdings von überall. „Wir hatten auch schon Spiele auf dem Tisch von Autoren aus Frankreich, sogar aus Japan und den USA“, erzählte Rafael Palenta, Hippodice-Mitglied aus Castrop-Rauxel, beim Wettbewerb.

Elf Verlage waren dabei

Als sachkundige und erfahrene Jury-Mitglieder im Evangelischen Gemeindehaus an der Alten Bahnhofstraße fungieren alljährlich Vertreter renommierter Spieleverlage wie etwa Eggert, Amigo, Pegasus und Branchenprimus Ravensburger. „Dieses Jahr“, so erklärt Höser, „waren elf Verlage dabei.“ Eine besondere Ehre für die Spiele-Aktivisten war die Tatsache, dass auch Wieland Herold mitspielte: Der Mann ist nämlich Mitglied der nationalen Jury, die über die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ entscheidet.

Ganz besonders freuen sich die Spielefreunde darüber, dass in diesem Jahr gewissermaßen ein „Heimatprodukt“ erscheinen wird: Mit „Ruhrschifffahrt“ hat der Bochumer Autor Thomas Spitzer letztes Jahr den Sonderpreis für das „abendfüllendste Spiel“ gewonnen. Der Mann kommt aus Wiemelhausen.

Unveröffentlichte Spiele

Und noch ein Highlight: 2013 erscheint bei Pegasus ein Spiel, das beim Hippodice-Autoren-Wettbewerb präsentiert wurde. Karsten Höser legt Wert auf die Feststellung, dass es beim clubeigenen Wettbewerb immer nur um unveröffentlichte Spiele geht. Man ist gewissermaßen „Vorkoster“, damit der „homo ludens“ später viel Freude an der Neuerscheinung hat. Das „Spiel des Jahres“ hingegen wird aus bereits veröffentlichten Spielen ausgewählt, die bis zu einem bestimmten Termin auf dem Markt sind.

Eberhard Franken



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