Tourismusstandort Bergkamen ist kein Traum mehr
02.02.2010 | 18:23 Uhr 2010-02-02T18:23:00+0100Bergkamen. Über 550 Übernachtungswünsche gibt es bereits für das neue Gästehaus Marina Nord. Das Problem: Dieses Gästehaus gibt es noch gar nicht.
Derzeit wird ein großer Bereich des Jugendzentrums „Spontan” zum Gästehaus umgebaut. „Nach Ostern sind wir fertig”, sagt Fachdezernent Manfred Turk. Dann finden in dem neuen Gästehaus 26 Bergkamen-Besucher ein weiches Bett und ein Frühstück vor. Und dann ist wieder ein weiterer Baustein in Sachen Touristik gesetzt.
„Bergkamen als Ausflugsziel? Als Touristikstandort? Vor 15 Jahren hätten uns 99 Prozent aller Befragten ausgelacht”, erinnert sich Bürgemreister Roland Schäfer. Heute legen Motorboot-Besitzer aus aller Welt in der Marina an, stellen Holländer und Dänen ihre Wohnmobile in Rünthe ab, und radeln Gäste aus ganz Deutschland über die Römerroute.
Und es sollen täglich mehr Gäste werden, die möglichst viele Ausflugsziele in Bergkamen besuchen sollen. Denn Bergkamen bastelt emsig daran, noch attraktiver für auswärtige Besucher zu werden. Eine neue druckfrische Werbe-Broschüre, ein großer und beleuchteter Stadtplan im Hafen, ein überdachter Infopoint mit Fahrradverleih im Wohnmobilhafen: Das sind nur einige Projekte, die kurzfristig aus städtischen Mitteln realisiert werden sollen. Das Hotel im Hafen und die Salzgrotte beteiligen sich mit einem speziellen Wellness-Wochenende.
Doch letztendlich sind all diese Projekte nur kleine Bausteine. Denn als richtig großen Baustein wil die Stadt endlich eine Art Verkehrsverein realisieren, der das gesamte Touristik-Management übernimmt. Eine Vereinsgründung steht also an. „Natürlich Bergkamen e.V.” könnte er sich als Namen vorstellen, sinnierte Bürgermeister Schäfer. „Es gibt bereits mehrere interessierte Betriebe, die wir jetzt konkret wegen einer Mitgliedschaft ansprechen wollen”, sagte Patricia Höchst vom Stadtmarketing.
0mitdiskutieren