Verbraucher-Beratung ist gefragt wie nie
20.03.2009 | 23:00 Uhr 2009-03-20T23:00:00+0100
Die Energieberater der Arnsberger Verbraucherzentrale sind gefragt wie nie: Die sechs Berater sind zum Teil schon vier Wochen im Voraus ausgebucht.
Mehr denn je gefragt ist auch die gesamte Arbeit der Verbraucherberatung. Deshalb wurde Freitag bei einem Besuch von Verbraucherminister Uhlenberg bekannt gegeben, dass die Arbeit der Arnsberger Stelle ausgeweitet werden soll.
Der Hochsauerlandkreis erhöht seine Förderung von bisher 15 000 Euro um 26 000 Euro. Und zudem konnte Landrat Dr. Karl Schneider die Sparkassen im Hochsauerlandkreis dazu bewegen, sich mit zusätzlichen 12 000 Euro daran zu beteiligten, dass die Verbraucherberatung um eine halbe Stelle aufgestockt wird.
„Wir werden künftig im Wechsel jede Woche einmal in Meschede und in Brilon im Kreishaus mit einem Infostand vor Ort sein und dort Verbraucher beraten”, berichtete Marlies Albus, Leiterin der Verbraucherzentrale in Arnsberg. Gerade in Zeiten, in denen bei den Bürgern das Geld z.B. durch Kurzarbeit knapp wird, suchen immer mehr Menschen den Rat der Experten, wenn es um das Thema Kosteneinsparungen im privaten Haushalt geht.
Energieberatung führt zu 2,8 Mio € Investitionen
Ein Weg dorthin ist auch die Einsparung von Energie. Energieberater Dr. Johannes Spruth konnte gestern Minister Uhlenberg sowie Vertretern von Stadt, Kreis und Landtag eine kleine Bilanz seiner Arbeit vorlegen. Zusammen mit fünf auf Honorarbasis beschäftigten freien Beratern wurden allein im vorigen Jahr rund 4000 Menschen in Arnsberg in Sachen Energieeinsparung beraten.
Direkt in den Haushalten der Verbraucher waren die Berater 222 Mal. Dadurch angestoßen wurden Investitionen in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Insbesondere heimische Handwerksbetriebe installierten neue Heizungen, Solaranlagen oder dämmten Dächer und bauten neue Fenster ein. „Umgerechnet sicherte das etwa zehn Arbeitsplätze in den Betrieben”, rechnete Dr. Spruth vor.
Eckhard Uhlenberg hörte das gern — in seiner Eigenschaft als Verbraucherminister, der so eine Entlastung der Bürger sah, und als Umweltminister, weil Energieeinsparung auch zu einer Reduzierung von klimaschädlichen Einträgen in die Luft führt.
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