Neun DSV-Springer für Tournee-Auftakt qualifiziert
29.12.2012 | 17:44 Uhr 2012-12-29T17:44:37+0100
Oberstdorf. Angeführt von Mitfavorit Severin Freund und Richard Freitag gehen neun deutsche Skispringer beim Auftakt Vierschanzentournee in Oberstdorf an den Start. Mit dabei ist am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF live) auch Routinier Martin Schmitt, der nach einem Jahr sein Weltcup-Comeback geben wird.
Einen Tag nach seinem Sieg im Continentalcup hat Altmeister Martin Schmitt auch die Qualifikation für das Auftaktspringen der 61. Vierschanzentournee in Oberstdorf geschafft. Der 34 Jahre alte Team-Olympiasieger, der sich tags zuvor mit dem überraschenden Erfolg in Engelberg erst auf den letzten Drücker die Teilnahme gesichert hatte, begann seine 17. Tournee mit einem guten Sprung auf 126,0 Meter. Insgesamt qualifizierten sich neun von zwölf DSV-Adlern für den Wettkampf am Sonntag (16.00 Uhr/ZDF).
Mitfavorit Severin Freund muss sich nach schwacher Qualifikation steigern
"Der zweite Durchgang ist am Sonntag mein Ziel. Ich kann noch Skispringen, das ist ein gutes Gefühl", sagte Schmitt, der seinen ersten Weltcup seit knapp einem Jahr bestreiten wird: "Ich will mein Niveau Schritt für Schritt anheben und mich mit tollen Sprüngen anbieten."
Auf den letzten Drücker und nach fast einem Jahr Pause gelang die ersehnte Rückkehr in das deutsche Weltcup-Team: Mit einem überraschenden Sieg und neuem Selbstbewusstsein im Gepäck tritt Skisprung-Oldie Martin Schmitt die Last-Minute-Reise zu seiner 17. Vierschanzentournee an.
Die vorqualifizierten deutschen Hoffnungsträger konnten ihr volles Potenzial vor 8000 Zuschauern auf der Schattenbergschanze hingegen noch nicht abrufen. Mitfavorit Severin Freund (Rastbüchl) schaffte es auf 126,5 m und muss sich steigern. Das gilt auch für den erst 17 Jahre alten Youngster Andreas Wellinger (Ruhpolding), der seinen Sprung bereits nach 118,0 m beenden musste. Richard Freitag (Aue/128,5) tankte dafür Selbstvertrauen. Den weitesten Satz des Tages schaffte überraschend Michael Neumayer (Berchtesgaden), der bei 135,0 m landete und sich damit die Qualifikation sicherte.
Goldmedaillengewinner Stephan Hocke hat seinen Rücktritt vom Skispringen erklärt. Kurz vor dem Auftakt der Vierschanzentournee zog der Team-Olympiasieger die Reißleine. ""Ich sehe keine Möglichkeiten mehr, meine sportlichen Ziele zu verwirklichen", erklärte Hocke.
Ebenfalls dabei sind Maximilian Mechler (Isny/125,0 m), Andreas Wank (Oberhof/124,0), Felix Schoft (Partenkirchen/120,5) und Danny Queck (Lauscha/120,0). Eine große Enttäuschung erlebte Lokalmatador Karl Geiger (Oberstdorf), der nach einem schwachen Sprung auf nur 117,5 m die Qualifikation verpasste. Ein Schicksal, das auch Daniel Wenig (Berchtesgaden/114,5) und Tobias Bogner (Berchtesgaden/105,0) ereilte. (sid)
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