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TV Arnsberg bricht nach der Pause ein

02.09.2007 | 11:17 Uhr

Handball-Landesliga (Männer): TV Arnsberg 1861 - VfK Iserlohn 28:32 (15:13). "Ein ganz schlechter Start. Ich hatte uns auf einen deutlichen besseren Weg gewähnt", zuckt Rolf Grote mit den Schultern. Seine TVA-Handballer konnten im ersten Saisonspiel nicht

von Julian Stratenschulte Man hatte sich soviel vorgenommen: Die TVA-Handballer wollten die Fehler aus der vergangenen Saison ausmerzen und sich weiterentwickeln.

Stagnation statt Weiterentwicklung

Doch am Samstagabend präsentierte sich der TVA mit nicht unbekannten Mängeln: 100%-Torchancen werden zuhauf nicht genutzt, hinzu kommen Abspielfehler, Eigensinn im Torabschluss und Stellungsfehler in der Abwehr. Stagnation statt Weiterentwicklung.

Für den TVA war es wie ein Auswärtsspiel. Da die heimische Rundturnhalle aufgrund von Unwetterschäden nicht zu Verfügung steht, ist die Sporthalle Große Wiese die Heimspielstätte. Allerdings kamen gerade einmal 200 Zuschauer. Zu wenig für TVA-Verhältnisse.

Das erste Saisontor erzielte bereits nach 30 Sekunden Marian Stratenschulte, der 60 Minuten durchspielen und die TVA-Leitfäden halten sollte. Schnell kommt Iserlohn ins Spiel, quittiert jeden TVA-Fehlwurf mit einem Gegentor. Alleine Paul Capristo verwirft in den ersten fünf Minuten vier Mal. Spielstand 2:5.

Dann endlich nimmt der TVA-Express Fahrt auf. Der Wechsel von Defensive in Offensive klappt bestens, das Spiel nach vorne ist an Tempo fast nicht mehr zu steigern. Es sollte die einzige Phase des Spiels bleiben, in der TVA sein Potential erahnen ließ. Stratenschulte und Hirschberg treffen nach Belieben. Die Abwehr mit Torwart Mark Menge steht. Das Blatt ist schnell gewendet. Aus dem 2:5 machen die TVA-Mannen mit sieben Toren in Folge ein 9:5. Iserlohn droht vollkommen einzubrechen. Die Arnsberger nutzen ihre Chance nicht. Hektik kommt ins Spiel, Chancen werden nicht genutzt.

Grote wechselt vier Spieler auf einmal. Die neue Truppe muss sich erst einspielen. Iserlohn kommt auf 10:9 heran. Endlich steht aber Kreisläufer Jan Klute auf dem Feld, zermürbt die Iserlohner Abwehr und ergattert vier Mal den Ball am Kreis. Er trifft jedes Mal und hält den TVA im Spiel. 7 Sekunden vor dem Halbzeitstand steigt Daniel Hirschberg bei 15 Metern in die Höhe und knallt den Ball in den Torgiebel. Halbzeitstand: 15:13.

Nach dem Seitenwechsel steht die TVA-Abwehr viel zu defensiv. Iserlohn schafft den 18:18 Ausgleich. "Ich kann nicht richtig glauben, was dann passiert ist", zeigte sich Rolf Grote ratlos. Hilflos muss der TVA-Trainer mit ansehen, wie seine Mannschaft einbricht, wie Paul Capristo vier Mal in Folge verwirft. Zum Unvermögen kommt auch Pech. Die Bälle knallen an den Pfosten, an die Latte, aber eben nicht ins Tor. Iserlohn zieht auf 18:22 davon. Einige Arnsberger reagieren mit Resignation, versuchen es lieber mit Einzelaktionen, anstatt mit Teamplay. Es ist keine Linie im TVA-Angriff zu erkennen.

Einzelaktionen statt Teamplay

In der Defensive kassieren Willeke und Co. einen Gegentreffer nach dem anderen. "32 Gegentore - das war wirklich unterirdisch", zeigt sich Grote besorgt. "Das heute war eine ganz bittere Geschichte für uns. Eine einfache Truppe zieht uns einfach aus."

Jetzt heißt es Mut fassen und Selbstbewusstsein tanken für den TV Arnsberg. Sonst geht es genauso weiter wie in der letzten Saison und die Arnsberger dümpeln im Mittelfeld der Tabelle herum - eher mit Sicht nach unten als nach oben.

TVA: Ehrnsperger, Menge; Stratenschulte 8, Hirschberg 6, Jung 1, Capristo 6, Klute 4, Bartenstein 1, Willeke 2, von Künßberg, Nöh, Niehaus, Grüne, Alkan, Jürgensmeier.



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