"Team zeigt das, was es kann"
21.12.2009 | 19:29 Uhr 2009-12-21T19:29:00+0100Schwerte. Die Basketballer der Schwerter TS beenden das Jahr 2009 mit einer Niederlage und einem fünften Platz in der Landesliga 5; dennoch ist Trainer Klaus Tschorn nicht unzufrieden.
„Die Mannschaft ruft das ab, was sie kann. Wir haben Rang drei in der Abschlusstabelle anvisiert und dies ist, da alle Mannschaften noch nah beieinander sind, nicht außer Reichweite; wir sind also im Soll.”
Ein Blick auf die Tabelle bestätigt diese Aussage. Einzig die Vertretung aus Westrich (20 Punkte) ist noch ohne Niederlage, während Werne und Berghofen als Zweiter und Dritter (je 17 Punkte) drei sowie Hamm und Schwerte als Vierter und Fünfter jeweils vier Niederlagen und mit 16 Punkten nur einen Zähler weniger aufweisen.
Sieht man sich die Niederlagen etwas genauer an, so muss man den deutlichen Sieg des Tabellenführers aus Westrich in Schwerte mit 90:71 neidlos anerkennen. „Diese Niederlage geht voll und ganz in Ordnung”, so Tschorn. „Westrich hat sich enorm verbessert und steht zurecht da oben. Alle anderen Teams aber spielen auf unserem Niveau. Die Liga ist so ausgeglichen, dass eigentlich jeder fast jeden schlagen kann. Entscheidend ist neben der Tagesform, ob die jeweilige Mannschaft in Bestbesetzung antreten kann.”
Und diese Bestbesetzung konnte die STS in den drei anderen verlorenen Spielen nicht aufbieten. Bei der bisher einzigen Auswärtsniederlage in Kaiserau (66:69) verlor die Mannschaft in der entscheidenden Phase die Linie und Trainer Tschorn mangelte es an Alternativen, da ihm mit Fabrizio Gerken und Christian Ahrens zwei wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen. Ahrens fehlte auch bei der unglücklichen Auftaktniederlage im ersten Saisonspiel zu Hause gegen Werne mit 56:58. Bei der letzten Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen den in Bestbesetzung angetretenen Oberligaabsteiger aus Berghofen (79:85) fehlten mit Rainer Babilon (beruflich verhindert), Manuel Boruch und Daniel Breer (steckten im Schnee fest) sowie Felix Tschorn (gesundheitliche Gründe) gleich vier Akteure der STS; zudem ging Nils Eiffler noch Grippe-geschwächt ins Spiel, Marc Vater war durch eine Fingerverletzung gehandicapt und Mohammed El Hamdi ist beruflich so eingespannt, dass er derzeit ohne Training auskommen muss.
Diese schwierigen Rahmenbedingungen – Krankheiten, Verletzungen, berufliche Termine der Spieler – ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison und beeinträchtigen sowohl das Training als auch die Spiele. Nicht zu vergessen ist hier die langwierige Verletzung des in der vergangenen Saison überragenden Aufbauspielers Rüdiger Wolf, der zwar beim Mixed-Training der zweiten Damenmannschaft dabei ist, sich aber ansonsten mit der Zuschauerrolle begnügen muss. Vor Ende Januar/Anfang Februar wird sich an diesem Status auch nichts ändern.
Äußerst zufrieden ist Klaus Tschorn mit seinen Neuzugängen. Nils Eiffler, der fast in jedem Spiel die meisten Punkte erzielt, und Mohammed El Hamdi, der trotz eingeschränkter Trainingsbeteiligung sehr gute Leistungen zeigt – ihm zollte der Trainer am Sonntag ein besonderes Lob – haben sich als absolute Verstärkung des Teams erwiesen. Auch Daniel Breer fügt sich gut in die Mannschaft ein, so dass man von einer erfolgreichen Integration der Neuzugänge sprechen kann.
Jetzt stehen erst einmal die Weihnachtsferien an. Vierzehn Tage gibt Tschorn seinen Schützlingen frei, da er u.a. nicht in einer eiseskalten Halle trainieren möchte – waren deswegen am Sonntag so wenige Zuschauer beim Spiel? Trainingsbeginn ist am 4. Januar, und Tschorn hofft, in den sechs Trainingseinheiten bis zum ersten Meisterschaftsspiel im neuen Jahr am 16. Januar in Hamm mit dem kompletten Kader trainieren und antreten zu können.
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