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Offensivspieler will zurück zum VTS Iserlohn

Di Giovanni nicht mehr für Hennen

10.11.2008 | 13:52 Uhr

Hennen. Carlo di Giovanni wird nicht mehr für den SC Hennen spielen. Am Mittag gab di Giovanni seinen sofortigen Rückzug bekannt.

Carlo di Giovanni und der SC Hennen gehen ab sofort getrennte Wege.

Er vermisse den nötigen Rückhalt innerhalb der Mannschaft, beider Sportlichen Leitung und dem Vorstand, erklärte der Offensivspieler. Zudem sei er in der Ära "Titus" Lemke häufig falsch aufgestellt worden und daher nicht wie gewünscht zum Zuge gekommen. Im Spiel gegen die SF Oestrich-Iserlohn 2 (2:0) war di Giovanni gestern in der Schlussphase ins Spiel gekommen. Kontakte zum VTS Iserlohn sollen schon geknüpft sein. Erst im Sommer war er von dort zum Bezirksliga-Aufsteiger gewechselt.

Die Berichte vom Sonntag

Peter Habermann wird neuer Trainer des SC Hennen. Bereits am Samstag konnte Vorstandssprecher Heiner Camen Vollzug melden. Während der Sportclub Oestrichs Reserve 2:0 schlug, wird die Luft für Geisecke immer dünner. ETuS/DJK und Westhofen siegten.

SC Hennen - SF Oestrich-Iserlohn 2:0 (0:0). Was Habermann sah, dürfte die Vorfreude auf die neue Aufgabe alles andere als getrübt haben. Hennen, vom lauffreudigen Robert Wiesner angetrieben, wusste mit einer engagierten und couragierten Vorstellung zu überzeugen und zeigte sich gegenüber dem folgenschweren 0:6-Debakel in Brügge wie ausgewechselt.

Durchsetzungsvermögen bewies Youngster Nils Krawczyk (rechts). Gegen Oestrichs Reserve feierte er mit dem Sportclub einen überraschenden 2:0-Sieg.

Marius Menze besaß die erste Torgelegenheit, köpfte Oestrichs Keeper Hendrik Wiesner aber in die Arme (16.). Zweimal musste auch dessen Gegenüber Tim Springer in seinem ersten Bezirksliga-Spiel auf der Hut sein; zunächst setzte Jan Frey einen 18-Meter-Schuss zu hoch an (26.), dann prüfte er Springer mit einem Flachschuss (28.).

Doch diese beiden Offensivaktionen waren im Prinzip nur ein Strohfeuer. Der Sportclub war mit höherer Einsatzbereitschaft optisch überlegen, hatte mehr Ballbesitz und ließ die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Diese hatten bei zwei aussichtsreichen Hennener Gelegenheiten das Glück auf ihrer Seite; Hauke Reimann wurde nach Klasse-Zuspiel von Michael Weigelt zurückgepfiffen (29.), ebenso wie der Passgeber sechs Minuten später bei einem Zweikampf mit Gästetorhüter Wiesner. Weigelts listiger Abschluss aufs kurze Eck strich kurz darauf ganz knapp vorbei (38.).

STIMMEN UND STATISTIK
"Ungewohnt, aber es hat Spaß gemacht"

SC Hennen - SF Oestrich-Iserlohn 2:0 (0:0).

Mirco Neuenhöfer (Interimstrainer SCH): Es war ein wichtiger Sieg. Das Polster, das wir noch haben, wollen wir natürlich retten beziehungsweise ausbauen bis zum Winter. Die Mannschaft hat das umgesetzt, was ich vorgegeben hatten. Jeder hat für jeden gekämft. Darauf kann man aufbauen. Es war ungewohnt, draußen zu stehen. Ich hätte lieber mitgespielt, aber es hat mir sogar Spaß gemacht.

SCH: Springer, Wiesner, Fiore, Schebesta, Menze, Schubert, Weigelt (89. Zimek), Reimann (74. di Giovanni), Krawczyk (59. Loos), Baldan, Smajlovic.

Tore: 1:0 Baldan (71., Foulelfmeter), 2:0 Reimann (71.); Gelb-Rot: Bildirici (76., wg. wiederholten Foulspiels).

Das nächste Spiel: SCH - SG Hemer (So., 16.11., 14.30 Uhr, Naturstadion).

Mit aggressiver und kompromissloser Zweikampfführung nahm Hennen den Gästen augenscheinlich Stück für Stück den Spaß am Spiel. Allerdings agierten die „Zebras” vor dem gegnerischen Tor zu umständlich. Erst nach Udo Spickhoffs Rempler gegen Michael Weigelt besorgte Bertan Baldan vom Punkt die umjubelte Führung (66.).

Fünf Minuten später gab es im vorletzten Heimspiel auf Asche im Naturstadion kein Halten mehr. Hauke Reimann steuerte nach Wiesners Pass allein aufs Tor zu und behielt die Nerven (71.). Weigelt hatte den Ball im Abseits stehend passieren lassen. Mit dem Sieg im Rücken dürfte die offizielle Trainerpräsentation am Dienstag wesentlich entspannter vonstatten gehen.

SV Geisecke - TSG Herdecke 1:2 (1:1). Die „Kleeblätter” vom SV Geisecke sind derzeit vom Glück verlassen: Im wichtigen Spiel gegen die TSG Herdecke kassierten sie gestern in der 95. Minute das entscheidende Gegentor zum 1:2 (1:1).

Es läuft der Herdecker Konter, da lässt Libero Sascha Engelberg im eigenen Strafraum die Hacke stehen - Elfmeter. Luciano Urso trifft vom Punkt und lässt sein Team jubeln. Geisecke hingegen sinkt zu Boden. „So dämlich kann man gar nicht sein”, jammert Trainer Horst Freund nach dem Spiel. „Die hatten das ganze Spiel über nur einen Freistoß und ein paar Flanken! Und dann verliert man gegen so eine Mannschaft!”

Ohne Fehl und Tadel: Thomas Redel ersetzte die verletzten bzw. kranken Alexander Lotz und Philip Laufer im Tor.

Ganz so klar waren die Verhältnisse aber nicht: Geisecke erwischte den besseren Start und ging in Führung, als Daniel Benda einen Freistoß von „Otto” Kramer am zweiten Pfosten einnickte, ohne hochsteigen zu müssen (11.). Anschließend aber kam nicht mehr viel von den Gastgebern. Nach einem Foul von Marc Tschersich schlug Ursos Freistoß aus 18 Metern links unten zum Ausgleich ein (34.). Der Ball war abgefälscht und somit unhaltbar für den sehr sicheren Thomas Redel.

Nun wurden die Geisecker wieder aktiver, hatten schon vor dem Seitenwechsel nach schnellem Flügellauf von Benda eine Großchance (41.) und kamen auch besser aus der Pause: Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff hätte es bereits klingeln müssen, als Kramer flankte und Benda wuchtig köpfte, doch Gästetorwart Kevin Beinsen hielt zweimal glänzend - auch gegen den Nachschuss von Hanno Leuer. Viel mehr Zwingendes kam dann nicht. Nach einer Ecke von Kramer köpfte Matthias Woort knapp vorbei (78.). In den Schlussminuten aber war plötzlich der Gast dem Sieg näher: Sascha Wachenfeld ließ Tobias Thiele und Tschersich aussteigen, doch Redel parierte (80.). Er pflückte auch einen Querpass vor zwei einschussbereiten TSG-Stürmern (89.). Beim entscheidenden Elfmeter konnte er jedoch auch nur hinterhergucken. Mit einem Punkt aus den letzten sechs Spielen ist Geisecke nun endgültig im Tabellenkeller der Bezirksliga 14 angekommen.

SVG: Redel, Engelberg, H. Leuer (83. Ma. Lis), Woort, Tschersich, Thiele, Mi. Lis (68. Meyer), M. Leuer, Kinscher (86. L. Lis), Kramer, Benda; Tore: 1:0 (11.) Benda, 1:1 (31.), 1:2 (90.+5, FE) jeweils Urso; Das nächste Spiel: VfB Schwelm - SVG (16.11., 14.30 Uhr).

Tim Schöps (am Boden) und seine Jungs erlebten gegen den VfB Schwelm keine Bruchlandung. Am Ende siegte die Brockhaus-Elf knapp mit 3:2.

ETuS/DJK Schwerte - VfB Schwelm 3:2 (2:1). Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg konnte ETuS/DJK Schwerte endlich mal wieder einen Dreier einfahren. Mit 3:2 (2:1) schickte die Brockhaus-Elf den VfB Schwelm wieder nach Hause.

Vor Spielbeginn hatten sich die Östlichen viel vorgenommen, doch nach nur neun Minuten erlebten sie einen herben Rückschlag. Fabian Kimm konnte die Flanke seines Gegenspielers nicht verhindern und in der Mitte beförderte zu allem Überfluss Dirk Goldschmidt das Leder ins eigene Tor. In der Folgezeit wirkte die Brockhaus-Elf verunsichert und hatte zunächst Mühe ins Spiel zu finden. Erst nach einer guten halben Stunde kam ETuS/DJK in Person von Oliver Rost nach einer guten Freistoßkombination das erste Mal gefährlich vor das Schwelmer Gehäuse.

Diese erste Chance war wohl ein Signal an die gesamte Mannschaft, denn was danach folgte, waren ganz starke drei Minuten, in denen das Spiel gedreht werden sollte. Zunächst ließ ETuS/DJK-Angreifer Björn Hertelt nach gutem Rost-Zuspiel Schwelms Schlussmann mit einem trockenen Flachschuss von der Strafraumgrenze keine Abwehrchance (34.) und kurz darauf war Florian Ruß der Wegbereiter für Tim Minuth, der mit einem sehenswerten Kopfballtreffer das Spiel endgültig drehte. Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste ein wenig mehr vom Spiel und kamen vollkommen zurecht zum Ausgleich (79.). Fast hätten die Hausherren die Partie noch komplett aus den Händen gegeben, wenn Andre´ Haberschuss drei Minuten vor dem Ende einen schwach getreten Foulelfmeter von Ronge nicht gehalten hätte. Besser machte es Florian Ruß auf der anderen Seite in der 89. Minute, als er den Ball aus fünf Metern über die Torlinie spitzelte. Der Rest war nur noch Jubel auf ETuS/DJK-Seite.

ETuS/DJK: Haberschuss, Rost, Minuth (78. Schröder), Goldschmidt, Ruß, N'Zinga, Chiarella (56. Yildiz), Kampmann, Kimm (66. Gerl), T. Schöps, Hertelt; Tore: 0:1 (9.), 1:1 Hertelt (34.), 2:1 Minuth (37.), 2:2 (79.), 3:2 Ruß (89.); Bes. Vorkommnis: Haberschuss pariert FE (87.); Das nächste Spiel: Hagen 11-ETuS/DJK (16.11., 14:30 Uhr).

„Der Sieg war mehr als verdient”, so Trainer Kalwa.

Hedefspor Hattingen - VfB Westhofen 1:3 (0:3). Mit drei Punkten im Gepäck kehrte der VfB Westhofen von seinem Gastspiel aus Hattingen zurück. Dort bezwang die Kalwa-Elf Hedefspor vollkommen verdient mit 3:1 (3:0).

„Zur Halbzeit hätten wir schon 6:0 führen müssen”, kommentierte Westhofen-Trainer Michael Kalwa das Spiel seiner Mannschaft gegen absolut unterlegene Gastgeber. Die Führung für die Gäste erzielte VfB-Angreifer Dennis Frohn nach einem Miller-Freistoß per Direktabnahme (20.). Eine Viertelstunde später erhöhte Christoph Ferenc auf 2:0, als er mit einem Schuss aus 22 Metern Hedefspors Keeper keine Abwehrchance ließ. Nur eine Minute vor der Halbzeit war es erneut Ferenc, der nach einer Miller-Flanke das Ergebnis auf 3:0 schraubte.

Auch nach dem 3:1-Anschlusstreffer 20 Minuten vor dem Ende hatten die Kalwa-Schützlinge die Partie vollkommen im Griff und hätten sogar noch den einen oder anderen Treffer erzielen müssen. „Die vordere Fraktion hatte noch einige gute Chancen auf dem Fuß”, so Kalwa. Nach dem Auswärtssieg klettern die Westhofener in der Tabelle auf den sechsten Tabellenplatz. Stellt sich nur die Frage, wie hoch das Team von der Wasserstraße am kommenden Spieltag gegen Inter Bochum, der zweitschlechtesten Mannschaft Deutschlands, gewinnt.

VfB: Lushchylin, Waldschmidt, Hueck, Augustin, Sappich, Struttmann, Hepping, Miller, Komander, Ferenc (75. Naumann), Frohn; Tore: 0:1 Frohn (20.), 0:2/0:3 Ferenc (35., 44.), 1:3 (70.); Das nächste Spiel: VfB-Inter Bochum (16.11., 14:30 Uhr).

Stefan Reccius, Florian Riesewieck und Daniel Masannek


Kommentare
12.11.2008
12:47
Di Giovanni nicht mehr für Hennen
von jockelno1 | #2

armes Deutschland...

10.11.2008
22:16
Di Giovanni nicht mehr für Hennen
von fanatiker | #1

richtig so laß dir nichts gefallen carlo von den

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