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Brockhaus neuer Trainer in Wandhofen

09.02.2010 | 19:49 Uhr

Wandhofen. Nur eine Woche nach der überraschenden Demission von Siegfried Strahberger hat Fußball-B-Ligist TuS Wandhofen einen neuen Trainer gefunden. Der ist in Schwerte kein Unbekannter: Detlev „Delle” Brockhaus übernimmt - zunächst bis Saisonende - den ambitionierten Tabellendritten.

Freut sich auf den neuen Trainer: Präsidiumssprecher Ralf Wehmeier

„Ich bin froh, dass wir in der Not eine so schnelle und gute Lösung gefunden haben”, freut sich Wandhofens Präsidiumssprecher Ralf Wehmeier auf Brockhaus: „Sein Konzept hat uns überzeugt.” Nach mehreren Gesprächen zwischen Vorstand und Trainer fand am Montag schließlich der finale Abschluss statt. Bereits am Dienstagabend wurde der Strahberger-Nachfolger der Mannschaft vorgestellt.

Brockhaus hatte bekanntlich Anfang September nach einem enttäuschenden Saisonstart beim Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte nach dreieinhalbjähriger Tätigkeit das Handtuch geworfen. Jetzt blickt er voller Vorfreude auf die neue Herausforderung und sieht es keineswegs als Rückschritt an, dass er von der Bezirks- in die B-Liga wechselt. „Dann hätte Olaf Thon als mehrfacher Deutscher Meister nicht nach Hüls gehen dürfen”, kontert der 41-Jährige auf etwaige Anspielungen.

In Mannschaft steckt viel spielerisches Potenzial

Nein, wichtig für ihn sei gewesen, dass es ein Schwerter Verein ist, ein gut geführter obendrein. Davon habe er sich in den letzten Tagen in zahlreichen Gesprächen mit dem Vorstand überzeugen können. Auch die Mannschaft, die er am Sonntag beim Training in einer Hagener Soccer-Halle beobachtet hat, habe einen guten Eindruck hinterlassen. „In den Reihen”, so Brockhaus, „steckt viel spielerisches Potenzial.” Diese zugegebenerweise subjektive Einschätzung der Leistungsstärke im Einklang mit den positiven Gesprächen mit dem Vorstand führten zur schnellen Zusage des Trainers.

Die mangelnde Trainingsresonanz in der bisherigen Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde, die Strahbergers Rücktritt verursachte, möchte Brockhaus nicht kommentieren. „Die Vergangenheit interessiert mich nicht. Alle fangen wieder bei Null an.” Mit abwechslungsreichem Training will er neue Euphorie schüren und aus der Mannschaft eine verschworene Einheit formen. Er ist davon überzeugt, dass die Akteure mitziehen werden und von ihm viel lernen können. Dazu gehört auch taktische Disziplin. Die sei, egal in welcher Klasse man spielt, bei einem offensiv ausgerichteten System unerlässlich. Und Brockhaus verspricht: „Bis zum Rückrundenstart wird die Mannschaft fit sein.”

Bei vier Punkten Rückstand auf das Spitzenduo Holzpfosten Schwerte und VfR Lasbeck liegt der TuS aussichtsreich im Titelrennen, wobei der neue Coach es tunlichst vermeidet, das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen: „Wir würden uns sicherlich nicht dagegen wehren, aber zunächst freue ich mich einfach nur, das zwei Schwerter Mannschaften in der Tabelle oben stehen.”

Helmut Muschiol

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