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Handball-Verbandsliga

Gegen Herne zählt nur ein Sieg

19.03.2010 | 18:48 Uhr

Westfalia Herne - HSV Werdohl/Versetal (Sonntag, 17.30 Uhr, Sporthalle am Westring). Axel Meyrich weiß, was die Stunde geschlagen hat. „Ein Sieg ist Pflicht”, macht sich der HSV-Trainer nichts vor.

Doch unterschätzen will Meyrich den abgeschlagenen Tabellenletzten nicht.

Ganz im Gegenteil: Meyerich überlässt nichts dem Zufall und hat sich letzte Woche das Auswärtsspiel von Herne beim HSC Recklinghausen (34:40) angesehen. „Wenn man es vorsichtig formuliert, hatte die Westfalia nicht gerade die Schiedsrichter auf ihrer Seite”, berichtet Axel Meyrich. So spielte das Schlusslicht in der ersten Halbzeit fast komplett in Unterzahl.

Tomic kann kein Spiel alleine entscheiden

Doch das Mitleid von Axel Meyrich hält sich in Grenzen. Denn die Situation der HSV Werdohl/Versetal ist nach den letzten Niederlagen brenzlig genug. Da hilft auch nicht die Erinnerung an den „relativ deutlichen” (Meyrich) Sieg im Hinspiel. „Das wird kein Selbstläufer”, erwartet Werdohls Coach am Sonntag spürbare Gegenwehr.

Zudem haben sich die personellen Vorzeichen gegenüber dem Hinspiel in doppelter Hinsicht verändert. Westfalia Herne hat zu Beginn der Rückrunde den 43-jährigen Zoran Tomic verpflichtet. Dem ehemaligen Olympiateilnehmer und bosnischen Ex-Nationalspieler aus der „alten jugoslawischen Schule” bescheinigt Axel Meyrich „ein sehr gute Auge und einen Blick für die Lücke”. Alleine kann Tomic aber auch kein Spiel entscheiden, siehe HSC Recklinghausen.

Mit dem Abwehrspezialisten Timo Blumberg fällt den Gästen am Sonntagabend ein ganz wichtiger Spieler aus. Der gelernte Reiseverkehrskaufmann ist beruflich im Zillertal unterwegs. Sehr fraglich ist wegen einer Kapselverletzung Christian Brinkmann.

Auf der anderen Seite hat das Training beim Verbandsligisten unter der Woche wieder richtig Spaß gemacht. Der Grund: Die Riesei-Sporthalle ist seit seinem Vierteljahr wieder offen. „Wri können endlich vernünftig Handball trainieren”, freut sich Trainer Axel Meyrich. Deshalb gibt es für ihn vor dem Gastspiel beim Tabellenletzten Herne auch keine Ausreden. „Es müssen zwei Punkte her”. Allerdings weiß Meyrich, dass fast alles eine Kopfsache ist. „Aber wir kriegen das hin”, ist der Werdohler Coach überzeugt.

Martin DROSTE

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