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Kerefidis wurde von tragischer Figur zum Matchwinner

El Youbaris Nase gerichtet

26.05.2008 | 19:01 Uhr
El Youbaris Nase gerichtet

Der Fußball schreibt die schönsten, manchmal wunderlichsten Geschichten. Dass ausgerechnet David Kerefidis RW Lüdenscheid am Sonntag mit seinem Tor zum 2:0 erlöste und den Klassenerhalt sicherte, gehört sicherlich dazu.

Hinter dem Halveraner liegt eine verkorkste Saison, in der der fußballerisch begabte Offensivspieler vor allem durch eine lange Sperre, Verletzungsprobleme und Wechselspekulationen von sich reden machte. Am Sonntag schien er schon wieder die tragische Figur zu werden, als er sich frei vor Lennestadts Keeper Vogt zunächst verhaspelte, dann im zweiten Anlauf links vorbeischoss und enttäuscht auf dem Rücken liegen blieb.

„Mensch, steh auf, weiter geht's”, schrie der bereits ausgewechselte Benny Fuhrländer ihn an. Kerefidis rappelte sich auf und war keine 30 Sekunden später der gefeierte Mann. Als er schließlich auf der Bank Platz nahm, feixte er sich mit Fuhrländer eins und bekam eine kostenlose Dusche aus der Wasserflasche.

RWL hat eine enttäuschende Saison mit Erreichen des Minimalziels gerettet, in Hagen wartet beim SSV nur noch ein lockerer Ausklang. Die Erleichterung war allen anzumerken, Trainer Sven Krahmer fiel „ein Stein vom Herzen”, und er fand treffende Worte für eine Saison der verpassten Möglichkeiten: „Wir haben es uns unnötig schwer gemacht.” Auch am Sonntag habe es „wieder einige Dinge gegeben, über die ich mich aufgeregt habe, da muss ich mich erst mal beruhigen.”

Immerhin kann jetzt definitiv für die Landesliga geplant werden. Mit Halil Akbal (Atatürk) steht ein Rückkehrer als erster Neuzugang fest (WR berichtete). Am Sonntag kündigte RWL-Vorstand Michael Dregger „weitere Neuzugänge” an: „Das wird sich in den kommenden Wochen klären.” Dagegen werden sich nach Schmale und Douros auch die Wege von RWL und Timo Maehne trennen.

Abdulah El Youbari hat sich am Sonntag gegen RW Lennestadt definitiv die Nase gebrochen, die gerichtet, aber nicht operiert wird. Ob er in Hagen mit Maske spielt, ist offen.

Andreas Brode



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