Der Reiz lässt langsam nach
18.01.2010 | 18:15 Uhr 2010-01-18T18:15:00+0100Kreisgebiet. Mit Ruhm bekleckert haben sich die heimischen Teilnehmer an der größten Hallenfußball-Veranstaltung der Region in diesem Jahr wahrlich nicht.
Bestplatziertes Team war noch A-Kreisligist SSV Küntrop als Neunter, dahinter folgte der RSV Meinerzhagen (ebenfalls ein A-Ligist) als Zehnter, Bezirksligist TSV Lüdenscheid erreichte den 12. Platz. Mehr war auch nicht vertreten, als die erfolgreichsten 16 von insgesamt angetreteten 133 das „große Geld” in der erstmals seit vielen Jahren nicht ausverkauften Sporthalle „Große Wiese” ausspielten. Die größten Hoffnungsträger, die beiden Landesligisten TuS Plettenberg und FSV Werdohl, hatten ihren letzten Auftritt bereits in der Zwischenrunde, die am Samstag angesichts von gerade einmal 140 Besuchern von relativem Desinteresse der Fans gekennzeichnet war.
So richtig interessiert hat die Verantwortlichen der FSV Werdohl der Wintercup auch nicht. „Viel Spektakel, wenige sportliche Inhalte” lautete im Vorfeld die wenig schmeichelhafte Einschätzung. Immerhin traten die Werdohler an. Sie schickten ihren Talentschuppen plus Kapitän. Das reichte natürlich nicht, die beiden Niederlagen bezog die FSV aber recht unglücklich. Einmal im Neunmeterschießen, dann in der Verlängerung. Ob Werdohl auch im nächsten Jahr am Wintercup teilnimmt? Mit Trainer Uli Sauerborn ist das kaum denkbar.
Für den zählen andere Dinge als ein „Budenzauber ohne großen sportlichen Wert”. Selbst eine stattliche Prämie wird da nicht locken können. Was bei der FSV Werdohl unter Sauerborn zählt, ist einzig und allein die Meisterschaft. Und wer ernsthaft eine Vorbereitung durchführen will, hat keine Lust auf Hallenturniere mit kurzen Spielzeiten.
Nicht viel fehlte dem TuS Plettenberg, um die Endrunde am Wochenende in Hüsten zu erreichen. Vor dem Turnier hatte Trainer Tobias Wolfsheimer bei seinen Kickern die Devise ausgegeben, Verletzungen und Feldverweise zu vermeiden - und mit einer guten Hallenmannschaft so weit wie möglich zu kommen. Und er musste nach dem Ausscheiden nicht unzufrieden sein, obwohl das bittere Ende mit der zweiten Niederlage ausgerechnet gegen einen A-Ligisten (Kalthof) erfolgte.
Während die Werdohler schon in der Vorbereitung für die Landesliga-Rückrunde sind, startet Wolfsheimer mit dem TuS Plettenberg am heutigen Dienstag durch.
INFO
Eine positive Bilanz des Wintercups 2010 zog Chef-Organisator Ralf Detzner:
„Ein dickes Lob den Ausrichtern der Vorrunden und des Play-off-Finales. Zum fünften Mal konnten wir einen neuen Teilnehmerrekord feiern.”
Nicht bewährt hat sich die siebenminütige Spielzeit, künftig ist die Mindestspielzeit acht Minuten. Die FSV Werdohl hat gute Chancen, 2011 eine Vorrunde ausrichten zu dürfen.
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