Waltrop vermiest Brambauer die Show
02.08.2007 | 20:25 Uhr 2007-08-02T20:25:25+0200Brambauer. (gw/ma) "Dies ist ein besonderer Tag für den Lüner Sport", eröffnete Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick seine kurze aber treffsichere Eröffnungsrede und schloss sie wenig später: "Ich freue mich, dieses Modellprojekt nun an die Vereine überg
BV Brambauer - Teutonia SuS Waltrop 0:4 (0:2). "Das Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung" sei die Glückauf-Arena, lobte Bürgermeister Stodollick vor der Partie. Das Ergebnis einer starken Waltroper Mannschaftsleistung mit großzügiger Mithilfe einiger indisponierter Brambauer Akteure war anschließend der sportliche Teil der offiziellen Eröffnung.
Der Glanz, den der BVB noch vor wenigen Tagen beim Jubiläumsturnier des SV Preußen versprüht hatte, verblasste mit dem Anpfiff von Minute zu Minute. Brambauer sah sich von Beginn an einer giftigen und spielfreudigen Mannschaft gegenüber, die den Klassenunterschied schon nach wenigen Minuten vergessen machte. "Ich hätte mir gewünscht, dass meine Mannschaft so aggressiv und schnell nach vorne spielt wie Waltrop", gab ein sichtlich unzufriedener Dirk Bördeling, Coach des Verbandsliga-Aufsteigers, nach Spielende zu Protokoll und schickte eine kleine Warnung an die Mannschaft hinterher: "Darüber wird sicher noch gesprochen."
Bereits in der ersten Minute setzten die Gäste das erste Ausrufezeichen, als Sprenger dem unaufmerksamen Fleer den Ball abluchste, Knessel bediente und dieser den Ball an die Latte setzte. Waltrop ging äußerst engagiert zur Sache, verließ manchmal auch die Grenzen des gesunden Tacklings. Bördeling wollte den Waltropern jedoch keineswegs zu hartes Spiel vorwerfen, sein Ärger richtete sich auf den Unaparteiischen: "Der hätte früher eingreifen müssen." Das tat er jedoch nicht, so dass BVB-Betreuer Georg Appelt allein in der ersten halben Stunde viermal zu verletzten BVB-Kickern eilen musste. Für Rosenkranz und Nitsche war die Partie sogar vorzeitig beendet.
Da der Schiedsrichter die Gäste jedoch weitgehend gewähren ließ, zeigte das körperbetonte Spiel beim BVB seine Wirkung. Die Spieler waren sichtlich beeindruckt. Folgerichtig gingen die Teutonen in Minute 23 auch in Führung, als sich BVB-Kapitän Retzlaff gegen den Waltroper Goalgetter Breuer verspekulierte, dieser freie Bahn hatte und den Ball eiskalt ins lange Eck schob. Der zweite Gegentreffer ging dann auf das Konto eines anderen Brambauer Routiniers. Libero Podeschwa hatte die S?ituation bereits geklärt, wartete am eigenen Fünfmeterraum aber zu lange mit dem Abspiel, so dass der gestürzte Sprenger sich wieder aufrappeln, den Ball schnappen und vollenden durfte - 0:2 (26.).
Mit dem kurz vor der Pause eingewechselten Ex-Waltroper Häming gewann das BVB-Spiel an Fahrt. Der "Joker" war es auch, der in Minute 34 per Distanzschuss erstmals (!) Gäste-Keeper Schultz prüfte. An der Waltroper Überlegenheit änderte sich jedoch nichts. Im Gegenteil, bereits kurze Zeit später sorgte Breuer mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung (37.). Nachdem Knessel aus kurzer Distanz (40.) noch das 0:4 verpasst hatte und auch Breuer ein "Zuspiel" von Weis nicht zu nutzen wusste, hatte Sprenger in der 48. Minute alle Zeit der Welt genauer zu zielen. Erst jetzt kam auch der BVB zu nennenswerten Torraumszenen. Doch weder Häming, Kirkagac und Banaszynski, die eine von Beckmann stark vorbereitete Dreifachchance (50.) vergaben noch Retzlaff, der nach Podeschwa-Ecke knapp volley verzog, oder Häming (58.), dessen Schuss Keeper Schultz an den Pfosten lenkte, gelang der Ehrentreffer.
SV Preußen - Mengede 08/20 3:0 (0:0). Ein glückliches Händchen bewies Preußen-Trainer Bernd Schawohl gegen das nominelle Landesliga-Topteam aus Mengede. Zum Ärger einiger Zuschauer auf der Tribüne traten die Dortmunder jedoch mit einer B-Elf an, da die Erste zeitgleich beim Turnier in Aplerbeck spielte.
Anfangs zeigte sich dies jedoch kaum. Preußen, in Erwartung eines höherklassigen Gegners kompakt aufgestellt, konzentrierte sich zunächst auf die Defensive, so dass weder der Bezirksligist, noch die in gelb-rot auflaufenden Gäste zu nennenswerten Torraumszenen kamen.
Dies änderte sich in der zweiten Halbzeit. Mit Holz und Möller kamen zwei frische Kräfte ins Spiel, die die SVP-Offensive deutlich belebten. Folgerichtig der Doppelschlag. Erst traf der Aktivposten Pakdemir per Nachschuss selbst (42.), drei Minuten später legte er schön für Holz auf, der sich die Gelegenheit nicht entgehen ließ und dem GästeKeeper Zielasko keine Chance ließ. Fortan kamen die Mengeder Akteure kaum noch aus ihrer eigenen Hälfte. Während der kaum geprüfte Grenigloh im SVP-Gehäuse den Sonnenuntergang bewunderte, kamen seine Mitspieler zu einer Chance nach der anderen. Eine davon nutzte Möller, dank einer schlecht aufgestellten Abseitsfalle frei vor Zielasko, zum Endstand.
Schawohl zeigte sich zufrieden und freute sich bereits auf das heutige Spiel gegen Waltrop: "Wir standen gut und haben uns besonders in der zweiten Hälfte viele Chancen erspielt. Der Sieg geht daher voll in Ordnung." Dem stimmte auch sein Gegenüber Jürgen Dittberner zu: "Das Ergebnis ist okay. Preußen hat stark gespielt."
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