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Terminnot führt zu Neuerungen

16.12.2009 | 21:01 Uhr

Lünen. Pünktlich zum ersten heftigen Kälteeinbruch des Winters „flüchten” die Jugendfußballer in die Halle, denn am Sonntag beginnt die Hallenstadtmeisterschaft der heimischen Nachwuchskicker.

Die E-Junioren-Kicker, hier eine Szene aus dem Vorjahr, müssen diesmal in die Dammwiese ausweichen. Foto: Bodo Kürbs

Und die aktuelle Auflage hält einige Neuerungen bereit. So muss aufgrund des späten Ferienbeginns und der wenigen freien Termine die Vorrunde erstmals seit vielen Jahren wieder in zwei verschiedenen Hallen ausgetragen werden. „In den ganz frühen Anfängen war dies auch schon mal der Fall”, sagt Jörg Minnerup, Fachschaftsvorsitzender der Jugendfußballer im Stadtsportverband, „aber so weit ich zurück denken kann, war sonst immer alles nur in der Rundsporthalle”.

Diesmal müssen die E-Junioren-Kicker jedoch in den sauren Apfel beißen und in die Dammwiese ausweichen. „Für die Jungs tut es mir schon ein bißchen leid, weil die Rundturnhalle einfach schöner ist. Aber ich hoffe auch, dass dieses Ausweichen in diesem Jahr eine einmalige Sache bleiben wird”, so Minnerup weiter.

In der Halle im Lüner Süden übernimmt der benachbarte VfB Lünen für einen Tag (27. Dezember) die Ausrichtung, ansonsten hat an allen übrigen Veranstaltungstagen der BV Lünen aber das Zepter in der Rundsporthalle in der Hand. „Allein die Spielzeit liegt bei 42 Stunden, hinzu kommen die ganze Organisation und die Auf- und Abbauarbeiten”, freut sich Karl-Heinz Drees, Jugendleiter der Geister, dennoch auf den Startschuss am Sonntag: „Schließlich ist bei uns alles geregelt, der Helferplan steht und alle Fachschaften im Verein greifen uns bei der Ausrichtung tatkräftig unter die Arme.”

Zu den 42 Stunden Spielzeit gehört erstmals auch der zweite Weihnachtstag am 26. Dezember. „Die Reaktionen auf diesen Termin hatten eine riesige Bandbreite. Von grandioser Idee bis hin zum totalen Flop habe ich alles gehört”, ist Minnerup selbst gespannt, wie dieser Tag, an dem beide A-Jugend-Gruppen ihre Vorrunde spielen, von den Zuschauern angenommen wird, ist aber verhalten optimistisch: „Insgesamt gab es mehr positive Rückmeldungen, vielleicht sind einige ja auch froh, wenn sie am 26. Dezember einfach mal zu Hause rauskommen.”

Die Zahl der Mannschaften hat im Vergleich zu den letzten Austragungen aber auch in diesem Jahr weiter abgenommen. „Erstmals seit längerer Zeit nehmen jetzt insgesamt weniger als 60 Mannschaften teil”, erklärt Minnerup, der daher bei den A-Junioren sowie bei der F-Jugend- und Minikicker-Konkurrenz zusätzlich Halbfinalspiele eingebaut hat: „Da nehmen nur jeweils sieben Vereine teil. Insgesamt gibt es mit Westfalia Wethmar, BW Alstedde, BV Brambauer und dem Lüner SV nämlich nur noch vier Clubs, die alle Altersklassen besetzen können.”

Den Anfang machen Sonntag die jüngsten Nachwuchskicker, die Minis, die mit beiden Vorrundengruppen ab 11 Uhr dem runden Leder in der Rundsporthalle nachjagen. Im Anschluss (ab 15.30 Uhr) ermitteln dann auch die B-Junioren der Gruppe eins ihre beiden Endrundenteilnehmer. Sonntag wird auch wieder die LIGA (Lüner Initiative gegen globale Armut) mit einem Info-Stand sowie einem Kicker in der Halle vertreten sein und hofft speziell mit den Aktiven der B-Jugend über den fairen Handel ins Gespräch zu kommen.

Fairness ist auch ein gutes Stichwort für Jörg Minnerup. „Ich hoffe natürlich das alle Spiele möglichst friedlich und fair ablaufen”, richtet der Fachschaftsvorsitzende seinen üblichen Appell an alle Aktiven, Trainer und Zuschauer.

Den kompletten Spielplan aller Altersklassen finden Sie in der Donnerstagsausgabe der Lüner WR/WAZ.

Markus Wilczek

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