Stammgast Janasik holt sich den Titel zurück
29.12.2009 | 14:33 Uhr 2009-12-29T14:33:00+0100Lünen. Während draußen der Frost zurückkehrt und sich die Stadt auf Silvester vorbereitet, feierten Tischtennisspieler aus dem ganzen Bundesland in Altlünen einen heiß umkämpften Jahresabschluss.
Dabei erlebten die Organisatoren des alljährlichen TTF Lünen-Weihnachtsturniers zwei unterschiedlich gut besetzte Tage. Besonders am Montag, dem zweiten Turniertag, legten sich die in Zweierteams antretenden Sportler mächtig ins Zeug, als bis in die frühen Morgenstunden die Besten der Herren C und Herren A ausgespielt wurden. Letzte von beiden, die Königsklasse, wurde von Spielern aus Bergkamen dominiert.
Nachdem Turnierstammgast Michael Janasik seinen Titel von 2007 im Vorjahr nicht verteidigen konnte, sicherte er sich kurz vor Mitternacht mit Partner Kay Langele die Turnierkrone. In einem packenden Endspiel besiegten die beiden den Lüner Sven Berger und Maximilan Knieper (Waltrop). Berger war seinen Vereinskameraden von TuRa Bergkamen bis zum letzten Ballwechsel ebenbürtig. Dem spektakulär, meist weit vom Tisch entfernt spielenden Knieper war die Erschöpfung nach sechs Stunden anzumerken, er konnte den Siegern keine Paroli mehr bieten.
Noch später schritten die Akteure der Herren-C-Konkurrenz zur Tat. In dem mit 25 Mannschaften größten Feld starteten acht Lüner Paarungen. Sebastian Dormann vom TTC Gahmen hinterließ von den einheimischen Startern den besten Eindruck. Zusammen mit Rafael Reiss aus Castrop-Rauxel preschte er bis ins Viertelfinale vor, scheiterte dort aber an den späteren Vizemeistern, Thomas Jäggle und Frank Michaeli (Walstedde/Pelkum). Ganz vorne landeten, nach den letzten Ballwechseln eines hochklassigen zweiten Turniertages, die Bochumer Korkut Kantoglu und David Kratel.
Begonnen hatte der Montag mit einer stark besetzten Jungen-Konkurrenz. 19 Teams gingen an den Start. Das Feld, gespickt mit Spielern aus Bezirks-, Landes- und Verbandsliga, beeindruckte selbst den Turnierorganisator Johannes Potjans: „Ich bin begeistert, wie ausgeglichen und stark das Feld ist.” Da viele Spiele erst im Doppel entschieden wurden, reichten die veranschlagten sechs Stunden für die Klasse kaum aus.
Den Turniersieg sicherte sich der Netphener Oberligaspieler Kevin Eggers mit seinem Vereinskameraden Maximilian Jud. Aus Uerdingen und Hagen stammen die Silbermedaillisten Arija Housseini und Tobias Reuter, die die Netphener in ein hochspannendes Doppelendspiel zwangen. 3:2 hieß es am Ende für die Siegerländer.
Leider nicht annähernd so gut besetzt war das Feld der Schüler. Stritten im Vorjahr noch 14 Mannschaften um die Weihnachtskrone, so fanden dieses Mal nur drei Paarungen den Weg in die Realschulhalle. Die Bonner Phillip Mykietyn und Janik Höreth siegten dabei vor Luca Lewark und Tim Hansen aus Gahmen, dahinter landeten Boris Cerkas und Jonas Nowak vom Ausrichter TTF Lünen. Ausrichter Potjans begründet die mageren Meldezahlen: „Am Sonntag fand in den Westfalenhallen das Tischtennis-Pokalfinale statt. Sicher sind viele Eltern mit ihren Kindern dahingefahren. Diese Terminkollision haben wir einfach übersehen.”
Dementsprechend klein geriet auch das Feld der Herren D-Konkurrenz. Nur die Hälfte der Rekordmarke von 27 Meldungen aus dem Vorjahr konnte erreicht werden. Zwei Lüner Teams landeten dabei auf dem Podest, der Titel blieb beim Ausrichter. Max Sprzagala und Martin Maly sicherten sich den ersten Platz vor Michael Neuhaus und Walter Beneken (Ronsdorf/Bockum-Hövel). Auf Rang drei spielten sich nach einer Niederlage im sehenswerten Halbfinale gegen Sprzagala/Maly die Gahmener Roland Michelt und Sascha Leimenmeier.
Einen versöhnlichen Abschluss fand der erste Turniertag mit der starken Herren B-Klasse. 16 Teams stritten um den Turniersieg, vorne landete am Ende Jörg Boden, der „Peter Neururer des Tischtennis”, mit seinem Waltroper Vereinskameraden Jens Drescher.
Die Konkurrenz der Senioren 40 musste wegen zu geringem Interesse abgesagt werden. Die Ausrichter sind daher nicht gänzlich zufrieden mit ihrer diesjährigen Auflage des Weihnachtsturniers. „Der erste Tag war enttäuschend”, gestand Potjans. Der zweite Tag mit drei stark besetzten Klassen machte dies aber wieder wett. Potjans lobte die vielen jungen Helfer und scherzte gar am Ende: „Wenn ich jetzt noch meine Lesebrille finde, war es ein perfekter Tag.”
Die Statistik zu den beiden Turniertagen finden Sie in der Mittwochsausgabe der Lüner WR/WAZ.
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