"Mehr Mett und Bratwürstchen"
29.12.2008 | 16:16 Uhr 2008-12-29T16:16:34+0100Lünen. (mama) Am zweiten Tag des Weihnachtsturniers der TTF Lünen schaffte es kein Einheimischer auf das Siegertreppchen. Knapp vorbei schrammten Benedikt Wüstefeld und Kai Titschert bei den Herren D.
Das 252 Spieler große Feld und die Kennzeichen auf den Autos vor der Realschulhalle Altlünen verrieten dabei, dass das Weihnachtsturnier zu einem festen Termin im Kalender des Westdeutschen Tischtennisverbandes geworden ist. Ein ganzes Wochenende herrschte Hochbetrieb bei den Tischtennisfreunden Lünen.
Nach 64 Mannschaftsmeldungen mit je zwei Spielern am Samstag traten tags drauf weitere 62 Duos an die Platte. Los ging es nach nur siebenstündiger Nachtruhe um 10 Uhr mit den Schülern. 15 Mannschaften traten an. Die für den TTV Preußen aufschlagenden Florian Woggon und Tobias Schnalke spielten sich zwar in Sichtweite der Siegtrophäe, mussten im Halbfinale aber passen. Im Spiel um Platz drei unterlagen die Preußen den Bönenern Martin Kleckers und Louis Heuermann. Deren Vereinskameraden Joel Safar und Yannic Weiß spielten sich ins Endspiel, verloren jedoch gegen das Hagener Gespann Daniel Skambraks und Zakaria Agardouh mit 2:0.
Mit einem Plus von gleich zehn Teilnehmern starteten am frühen Nachmittag die Herren D. Die Stunde des TuS Holzen-Sommerberg hatte geschlagen. Mit Jens Hußmann mit Oliver Dressel auf Rang eins und Marcus Ebbinghaus mit dem Volmarsteiner Carsten Vorberg dahinter belegten drei Sommerberger die oberen Plätze des Siegerpodests. Bronze sicherten sich Martin Ihnow mit dem ebenfalls für den SV Schermbeck aufschlagenden Thomas Szabo. Die Schermbecker bezwangen im kleinen Finale Benedikt Wüstefeld vom VfB Lünen mit Kai Titschert aus Wethmar. Lauter als die Beiden klopfte am Sonntag kein Lüner an das Siegerpodest.
Auch nicht bei den Herren B, die in sieben Dreiergruppen an den Start gingen. Hochklassige und dramatische Spiele lieferten sich die Akteure, insbesondere ab dem Halbfinale. Nahezu jede Partie wurde erst im Entscheidungsdoppel entschieden. Auf diesem Weg sicherten sich die Leverkusener Thorsten Birg und Jan Kustos den dritten Rang vor Gerd Huhn und Rainer Ratajczak. Beide Teams absolvierten bereits eine Runde vorher ein an den Kräften zehrende Abschlussdoppel, aus denen das für TTC Bergkamen-Rünthe aufschlagende Duo Marko Gunia mit Jens Höing und die Marler Philip Brosch mit Christian Entz ins Endspiel einzogen. Hier zeigten sich Brosch und Entz kurz nach Mitternacht in einer besseren Verfassung und sicherten sich Rang eins.
Insgesamt konnte das Rekordergebnis von 132 Mannschaftsmeldungen nicht ganz erreicht werden. 126 Teams bedeuten mit über 250 Einzelspielern dennoch ein beachtliches Ergebnis. Lediglich die Jungen-Konkurrenz fiel mit nur elf Mannschaften gegenüber 20 im Jahr zuvor deutlich ab. Bei den Herren A gab es hingegen einen Zuwachs von sieben Meldungen auf 23 Teams.
Während viele Aktive bei einer kühlen Erfrischung den Abend ausklingen und ein Wiederkommen im nächsten Jahr ankündigten, zeigte sich die Turnierleitung um Roland Frach und Lukas Kämper zufrieden mit dem Verlauf des Wochenendes. Es sei beachtlich, wie viele Spieler eine sehr weite Fahrt auf sich nehmen und jedes Jahr wieder nach Lünen kommen, so Frach. Die lockere Atmosphäre während der Spiele und das Engagement, insbesondere der vielen jungen Helfer lässt die Ausrichter bereits freudig auf die nächste Auflage des Weihnachtsturniers blicken. Nur der zweite Vorsitzende der TTF Lünen Philipp Radtke war nicht gänzlich zufrieden: "Beim nächsten Mal brauchen wir definitiv mehr Mett und Bratwürstchen."
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