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Lüner SV zum Ausklang gedemütigt

03.06.2007 | 15:06 Uhr
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Verbandsliga: Lüner SV - SV Schermbeck 1:5 (1:1). (iol) Der Saisonkehraus endete für den LSV mit einer Demütigung. Der Meister, dem LSV-Geschäftsführer Peter Marx vor dem Anpfiff mit Blumen und Sekt zum Titelgewinn gratulierte, zeigte sich weniger spendab

"Da sieht man, was andere Mannschaften für Möglichkeiten haben", erkannte Mark Bördeling neidlos die Überlegenheit des Gegners an, obwohl dieser sein Team bisweilen gnadenlos vorgeführt hatte. Sieben Stammspieler fehlten beim Meister, so dass Ersatzkeeper Oliver Dir als Feldspieler aushelfen und sogar der Trainer Martin Stroetzel noch einmal selbst die Schuhe schnüren musste.

Den Klassenerhalt konnten die Lüner zwar aus eigener Kraft nicht mehr realisieren, doch da Bielefelds Geschäftsführer gestern noch einmal versicherte, den Antrag auf Rückstufung in die Landesliga aufrecht zu erhalten, kann der LSV weiter für die Verbandsliga planen. Die Ostwestfalen sind neben Schlusslicht Preußen Münster II und dem SV Enger-Westerenger, der seine Elf bereits in der Winterpause zurückgezogen hatte, dritter Absteiger.

Das letzte Saisonspiel der Lüner ist schnell abgehandelt. Der Meister kontrollierte von Beginn an Ball und Gegner, ohne sich dabei sonderlich verausgaben zu müssen. Dosedal brachte die Gäste per Kopf schnell in Führung, weil Glen Akama-Eseme nicht mit hochgestiegen war. Aber der Youngster machte vier Minuten später seinen Fehler wieder gut und glich aus. Sein strammer Flachschuss aus spitzem Winkel ins lange Eck war genauso sehenswert wie der folgende Salto in bester Klose-Manier.

Schermbeck zeigte sich unbeeindruckt, Hackenfort im Angriff und Kaul als Denker und Lenker im Mittelfeld wirbelten die Lüner weiter durcheinander. Hackenfort reagierte auch am schnellsten, als Keeper Brochtrup nach einem Freistoß-Knaller Konowskis den Ball nur abklatschen lassen konnte - 1:2 (35.). Der knappe Rückstand ließ die Gastgeber zur Pause noch hoffen, doch nach Wiederbeginn sorgte der eingewechselte und später mit einer Zerrung wieder vorzeitig ausgeschiedene Holtheuer mit seinem zweiten Ballkontakt für die Vorentscheidung (65.), zumal im Gegenzug Akama-Eseme per Kopf am glänzend parierenden Torsteher Schröder scheiterte. Danach erspielte sich der ballsichere Meister Chancen en masse, zum Glück für Lünen trafen nur noch Hackenfort (83.) und Zepanski (85.).

Nach Spielende präsentierten die Lüner einen weiteren Neuzugang. Vom Hammer SV wechselt der 24-jährige Abwehrspieler Rafik Chaou zum LSV. Mit einer Körpergröße von 1,89 m gilt Chou als sehr kopfballstark. "Er wird uns bestimmt helfen", versicherte Bördeling. Auch die Ex-Lüner Savvas und Niko Savvidis (Hombrucher SV) sind ein Thema. Gestern wurden mit Savvas Savvidis erste Gespräche geführt. "Interesse ist da, jetzt müssen wir nur noch zueinander finden", erklärte der Offensivspieler.

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