Kosten steigen auf 1,9 Mio - Aber nur in der Bruttorechnung
30.04.2010 | 22:15 Uhr 2010-04-30T22:15:00+0200Lünen. Die Ausschreibung der Arbeiten für den Bau der drei Kunstrasenplätze kann in Kürze erfolgen.
Einzig was noch fehlt ist grünes Licht aus dem Rat der Stadt Lünen, und das gilt mit dem einstimmigen Ja des Haupt- und Finanzausschuss vom Donnerstag als sicher.
Dort war die außerplanmäßige Aufwendung für den Umbau der drei Sportplätze noch einmal auf der Tagesordnung. Konkret ging es um den Deckungsvorschlag für das Gesamtpaket „Kunstrasenbau”- fiskalische Voraussetzung für die Ausschreibung. Die Maßnahme ist auf dem Papier mit 1,94 Mio Euro veranschlagt. Bisher war immer die Sprache von 1,3 Mio Euro aus dem Konjunkturpaket II.
Es hat alles seine Richtigkeit, versicherte Kämmerer Hans-Georg Schlienkamp im Ausschuss. Bei den 1,94 Mio Euro handele es sich um eine vom Gesetzgeber so vorgesehene Brutto-Berechnung. In der stecken neben den 1,3 Mio Euro aus den Konjunkturmitteln die 200 000 Euro Eigenleistung der Vereine, 161 000 Euro aus der Sportpauschale und weitere 279 000 Euro, die sich aus der Vorsteuerersparnis durch die Errichtung der BgA-Sportstätten ergeben.
Städtischer Haushalt
wird nicht belastet
Entscheidend sei, dass der stark defizitäre städtische Haushalt durch den Bau der drei Kunstrasenplätze mit keinem Euro belastet werde, erklärte Kämmerer Schlienkamp. Und das werde er nicht.
Wethmar bekommt also seinen Kunstrasenplatz samt Laufbahn, die von Schulen genutzt werden soll. Damit hat Lünen neben der Glückauf Arena in Brambauer dann zwei für die Leichtathletik taugliche Laufbahnen. Zudem wird am Cappenberger See eine neue Flutlichtanlage aufgebaut.
Beim LSV in Schwansbell wird das Gefälle im auf dem Platz begradigt, die Flutlichtanlage bekommt modernere Leuchtmittel.
Beim VfB 08 in Lünen-Süd kommt die Rundlaufbahn weg, die Flutlichter werden dafür näher ans Spielfeld gerückt. Unter Miteinbeziehung der Kunstfläche werden weiterhin 400m-Läufe möglich sein, allerdings nur auf zwei bis drei Bahnen. Außerdem bekommt das Geläuf an der Dammwiese einen anderen Kunstrasen als Wethmar und Schwansbell, weil hier auch Hockey gespielt werden soll. Dem entsprechend wird der Platz auch zusätzliche Linien erhalten.
Mittlerweile haben alle drei beteiligten Vereine ihre Eigenleistungen schriftlich zugesagt. Sie bestehen auf Eigenkapital und Vorarbeiten, die der Verein leistet, die so genannte Muskelhypothek. Burkhard Körbl vom Sportbüro der Stadt: „Sollten solche Vorarbeiten nicht erledigt sein, werden sie von der Baufirma ausgeführt, die dem Verein dann die Kosten in Rechnung stellt. Das ist vertraglich so vereinbart.”
Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am 6. Mai. Anschließend kann sofort ausgeschrieben werden.
06:46
Kunstrasen für den LSV. Begradigung des Platzes... alles Scheinalibis... Andere Plätze wären viel sinnvoller.... z.B Horstmar / Niederaden; alleine schon wegen dem Schulsport. Aber nein. Auf einmal muss der Platz des LSV, der urplötzlich begradigt werden muss, saniert werden. Das stinkt zum Himmel.... Schämt Euch....