BgA nimmt mit dem Rat auch die letzte Hürde
25.03.2010 | 19:30 Uhr 2010-03-25T19:30:00+0100Lünen. Ein Betrieb gewerblicher Art (BgA) für die Lüner Sportstätten hat am gestrigen Nachmittag die letzte Hürde genommen.
Nachdem bereits der Ausschuss für Bildung und Sport sowie der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht für dieses finanzielle Konstrukt gegeben hatten, stimmte nun auch der Rat der Stadt Lünen nach langer Diskussion in seiner Sitzung mit großer Mehrheit einer BgA-Gründung zu.
Unter Leitung der Verwaltung werden in diesem Betrieb alle städtischen Sportanlagen zentral erfasst und geführt. Über den BgA werden fortan sämtliche Kosten für Instandhaltung, Reparaturen, Anschaffungen oder Sanierungen abgewickelt. Der Vorteil ist nun, dass der BgA die Vorsteuer in Höhe von 19 Prozent einbehalten darf, was ein erhebliches Sparpotenzial bedeutet.
Da der Betrieb gewerblicher Art aber auch finanziell gefüttert werden muss, also Einnahmen braucht, tritt ab sofort für Vereine die vom Haupt- und Finanzausschuss beschlossene Gebührenordnung in Kraft und gilt rückwirkend zum 1. Januar 2010 (wir berichteten bereits mehrfach). Zur Erinnerung: Die Kosten z.B. für einen Aschenplatz belaufen sich für einem im SSV organisierten Fußballverein auf 1,19 Euro pro Stunde. Die Rundsporthalle kostet nach gleicher Rechnung 3,57 Euro. Sollte der BgA einmal nicht mehr aufrecht erhalten werden können, wird im Rat neu über mögliche Nutzungsgebühren entschieden.
Kunstrasen-Planungen gehen jetzt weiter
Mit der BgA-Gründung gehen nun aber auch die Planungen für die drei Kunstrasenplätze bei Westfalia Wethmar, dem VfB Lünen und Lüner SV weiter. „Der BgA war einer der Punkte, die noch zu klären waren”, sagt Burkhard Körbl vom Sportbüro der Stadt, „jetzt sind nur noch einige Kleinigkeiten zu lösen.” Daher rechnet Körbl damit, dass das Großprojekt in der Woche nach den Osterferien ausgeschrieben werden kann. Im Idealfall wäre ein Baubeginn auf der ersten Anlage, der am Cappenberger See in Wethmar, dann bereits Mitte Juni möglich.
Körbl betont aber auch, „dass wir uns bei der ganzen Sache nicht hetzen lassen, bei solch einem Projekt ist es manchmal gut, sich etwas mehr Zeit zu lassen”.
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