"Mental habe ich viel gelernt"
16.09.2008 | 16:39 Uhr 2008-09-16T16:39:20+0200Ottfingen/Loutraki. (pu) "Ger-ma-ny, Ger-ma-ny" waren lautstarke Anfeuerungsrufe deutscher Urlauber am Strand von Loutraki (Griechenland) unüberhörbar. ...
... "Und dann merkte ich, die galten ja mir und meiner Partnerin!", erzählt Isabel Schneider. "Ich bin Deutschland" - nun, so weit wollte sich die junge Ottfingerin nicht aus dem Fenster lehnen, aber da lief ihr wohl trotz der Hitze doch eine Gänsehaut über den Rücken. War es allein schon die Teilnahmeberechtigung für das Team "GER II" bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft der U18, die einen vorläufigen Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere bedeutete, so war der sensationelle fünfte Platz auf europäischer Ebene (die WR berichtete bereits) die absolute Krönung bei Isabel Schneiders ersten internationalen Einsatz für Deutschland.
Doch im Gepäck hatte die junge Ottfingerin nicht nur eine Top-Platzierung, sondern vor allem eine Menge toller Erlebnisse, die ihr niemand mehr nehmen kann. Erlebnisse, auf denen sie natürlich aufbauen will. "Mit meiner Partnerin Christine Aulenbrock habe ich mich auch außerhalb des Sandes bestens verstanden. Davon profitierte auch unsere Spielfreude. Wir hatten einfach viel Spaß, es war eine supergeile Erfahrung", war Isabel auch noch Tage nach der EM voller Euphorie.
Während die Urlauber sie anfeuerten, schwitzten Isabel & Co. ordentlich am Netz. "Nach jedem Spiel hieß es sofort: Raus aus der Sonne!", erzählt die Sportlerin. Und wie war das mit dem Beobachten der Gegner? "Dazu hatten wir unsere Scouts. Und die stellten uns zusammen mit unseren Trainern optimal ein", sprudelte es aus Isabel nur so heraus. Ihr persönliches EM-Fazit: "Vor allem mental habe ich viel gelernt."
Jetzt hat Isabel der Alltag wieder: Schule und 2. Bundesliga bestimmen ihr Leben. Und am Samstag heißt es früh aufstehen, denn der Auftakt in Hamburg steht bevor. Aber Beachvolleyball bleibt natürlich im Hinterkopf, denn im nächsten Jahr finden die U-19-Weltmeisterschaften statt. Eine Utopie? "Ich will mich qualifizieren", zeigt Isabel Schneider Ehrgeiz. Nach der Erfolgsgeschichte in Griechenland ist das sicher mehr als nur ein Wunschtraum, auch wenn die interne Konkurrenz groß ist.
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