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Fußball-Fusion

Jens Breer will Fusionsverein führen

05.06.2012 | 19:58 Uhr
Jens Breer will Fusionsverein führen
Jens Breer (2. v.l.) wird für den Vorsitz im neuen „FC Iserlohn“ kandidieren.

Iserlohn. Drei Wochen vor der gemeinsamen Mitgliederversammlung am 26. Juni, bei der der neue Fußball-Fusionsverein „FC Iserlohn“ endgültig mit Leben erfüllt werden soll, haben die Verantwortlichen jetzt die Kandidaten für die Führungscrew nominiert. Für das Amt des Vorsitzenden wird der Iserlohner Unternehmer Jens Breer antreten.

Der 48-Jährige stellte sich am Abend im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Fußball hat den Familienvater nach eigenem Bekunden stets interessiert, er ist Mitglied in beiden Vereinen und hat beim TuS in der Jugend selbst gespielt. Breer hat zehn Jahre in Franken gelebt und dabei aus unmittelbarer Nähe erfahren, wie mit Vestenbergsgreuth und der Spielvereinigung Fürth zwei verfeindete Vereine zusammenfanden und einen erfolgreichen Fusionsklub bildeten. „Dass Fürth jetzt in der Bundesliga spielt, freut mich besonders. Aber das wird natürlich nicht unser Anspruch hier in Iserlohn sein.“ Breer betonte, dass die intensive Nachwuchsförderung eine große Rolle im neuen Verein spielen werde, und er strich die Bedeutung des Beirates heraus. „Ohne dieses Gremium im Rücken würde ich nicht für den Vorsitz kandidieren.“

Für den Beirat, der ebenso wie der Vorstand am 26. Juni von den Mitgliedern gewählt werden soll, wollen bislang 13 Personen aus der heimischen Wirtschaft kandidieren, und bis zum Start will man das angepeilte 15er-Gremium erreicht haben. Mit dabei wird mit Wolfgang Kirchhoff auch einer der Fusions-Initiatoren sein, der am Abend im Schledde-Klubheim um positives Denken und Zuversicht warb. „Freuen Sie sich auf die Zukunft, werden Sie zu Mittätern.“

Auch wenn es niemand explizit betonte: Die Besetzung des Beirates berechtigt zu der Annahme, dass der künftige „FC Iserlohn“ eine finanzielle Grundausstattung erhält, mit der sich arbeiten lässt. Kirchhoff: „Jeder, der dort mitmacht, hat Geschäftsfreunde. Man darf hier durchaus auf den Multiplikatoreneffekt setzen“.

Dass der neue Verein aus den Niederungen der Landesliga starten muss, ist einem „traurigen Kapitel der Oestricher Vereinsgeschichte“ (Ralf Schamp) zu verdanken. Der SFO-Vize verwies auf eine Kombination aus Personalmangel, Disziplinlosigkeit und mangelhafter Einstellung, die die Misere und den Abstieg verursachten.

Doch die Saison ist vorüber, der Blick wird nach vorn gerichtet: Mit frischem Personal, einem neuen Marketingkonzept, einem neuen Logo (wird in Kürze präsentiert) und ehrgeizigen Zielen. Im Nachwuchsbereich will man die höchsten Spielklassen erreichen, bei den Senioren mindestens die höchste in Westfalen.

Willy Schweer


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