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Defensivkonzept der Roosters ging in Hamburg nur 18 Minuten auf

30.12.2012 | 19:25 Uhr
Defensivkonzept der Roosters ging in Hamburg nur 18 Minuten auf
Nach dem 4:5 gegen Hannover gab es nun ein 1:6 in Hamburg.Foto: Michael May

Hamburg.   Erneut war Hamburg für die Roosters keine Reise wert. Einige Wochen nach dem 0:5-Debakel an gleicher Stelle unterlagen die Waldstädter nun mit 1:6 an der Alster. Das war umso bitterer, weil die Gäste per Sonderzug von knapp 1000 erwartungsfrohen Fans begleitet wurden.

Hamburg Freezers - Iserlohn Roosters 6:1 (2:0, 2:0, 2:1). In der erst zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauften O2-World sah es nur über weite Strecken des ersten Drittels nach einem besseren Abschneiden der Roosters aus. Da stand das Team von Trainer Doug Mason vor allem defensiv recht gut. Wie so oft in den vergangenen Wochen wurden dann aber die Fehler der Abwehr bestraft, und so war nach 25 Minuten bereits die Frage nach dem Sieger geklärt.

Dass sich in Hamburg etwas getan hat, stellte der Trainer der Freezers, Benoit Laporte, auf der Pressekonferenz heraus. Sein Gegenüber Doug Mason nannte auch gleich die Gründe für die Hamburger Dominanz: „Der Unterschied zu früheren Jahren ist der, dass die Hamburger jetzt zu einhundert Prozent bereit sind, zu kämpfen.“

So mussten sich die Iserlohner von der ersten Minute an des großen Drucks der Freezers erwehren. Chancen der Gäste gab es nur nach Bells Schuss (7.), durch Rogers und Tomasoni (beide 11.) sowie nach einem Schuss von der blauen Linie durch Kopitz (15.). Anders die Hausherren, die bei ihren Vorstößen brandgefährlich wirkten. Und so war es nach 18 Minuten auch soweit. Nach einem Abpraller wurde Reid nicht entscheidend gestört und netzte ein. Fast eine Doublette war 62 Sekunden später das 2:0 durch Flaake, mit dem es dann auch in die erste Pause ging.

Keine nennenswerten Roosters-Möglichkeiten

Aus der kehrten die Roosters mit einer Chance in Überzahl durch Wörle zurück, doch der vergab. Durchsetzungsvermögen demonstrierte auf der anderen Seite Oppenheimer, nach dessen Treffer Caron das Feld räumte und Hunwick zwischen die Pfosten kam.

Der musste bereits nach 26 Sekunden hinter sich greifen, als Murphy unbehelligt von der IEC-Defensive vor ihm auftauchte und zum 4:0 traf. Das sah böse aus, doch ganz im Stil einer Spitzenmannschaft konzentrierten sich die Gastgeber vorübergehend darauf, dass Geschehen zu kontrollieren. Zu nennenswerten Möglichkeiten kamen die Gäste derweil nicht. Die leisteten sich vielmehr durch Wörle eine Disziplinarstrafe wegen Reklamierens (40.). Ein ähnliches Vergehen unterlief wenig später auch Freezers-Keeper Kotschnew, doch es war seine erste, während Wörle nach seiner dritten am Freitag in Ingolstadt zuschauen muss.

Auch nach fünf Treffern war der Torhunger nicht gestillt

Und damit nicht genug, denn trotz Iserlohner Überzahl zu Beginn des letzten Durchgangs jubelten erneut die Hamburger. Per Konter traf Collins in Unterzahl zum 5:0. Ihren Torhunger hatten die Hausherren damit aber immer noch nicht gestillt. Bettauer machte nach 50 Minuten das halbe Dutzend für sein Team voll.

Da waren die mitgereisten Fans schon ein wenig zu bedauern, denn das Bemühen konnte man den Gästen nicht völlig absprechen. Mit einem Abstaubertor von Hock zum Iserlohner Ehrentreffer zwei Minuten vor dem Ende gab es wenigstens noch ein kleines Erfolgserlebnis.

Letztlich konnte es aber nicht verwundern, dass die IEC-Fans nach dem Spiel ihrem Unmut Luft machten und skandierten: „Das haben wir nicht verdient.“



Kommentare
30.12.2012
21:53
Defensivkonzept der Roosters ging in Hamburg nur 18 Minuten auf
von kannengieser | #1

Solange mit dieser Abwehr: Kopitz etc. weiterspielt, so lange werden es die Roosters auch schwer haben.
Um sich solch ein Trauerspiel anzuschauen, muss man seinem Geld schon sehr böse sein.

1 Antwort
Defensivkonzept der Roosters ging in Hamburg nur 18 Minuten auf
von marwang | #1-1

mit der abwehr hast du zum teil recht nur unser sturm ist noch schlechter

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