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Gladbach wirbt um Berkant Canbulut

28.06.2012 | 16:39 Uhr
Gladbach wirbt um Berkant Canbulut
Von Mönchengladbach umworben: Berkant Canbulut hinterließ beim Probetraining einen guten Eindruck.

Sprockhövel.  Berkant Canbulut spielt beim Fußball-Oberliga-Aufsteiger TSG Sprockhövel. Doch nach guten Probetraining bei Borussia Mönchengladbach ist ein Wechsel zu dem Bundesligisten nicht auszuschließen.

Berkant Canbulut gehörte beim Fußball-Oberliga-Aufsteiger TSG Sprockhövel in der vergangenen Saison sicher zu den Aufsteigern. Der 20-Jährige machte vor allem durch seine Dribblings auf sich aufmerksam, außerdem schoss er acht Tore. Doch noch ist nicht raus, ob er auch in der Saison 2012/2013 für die TSG Sprockhövel spielen wird. Denn Borussia Mönchengladbach wirbt um Canbulut.

Der Offensivmann hat bei der Borussia bereits mehrere Trainingseinheiten absolviert und dabei offenbar überzeugt. Jetzt steht aber noch ein Praxistest aus, denn Canbulut soll in der Partie Borussia Mönchengladbach II gegen Fortuna Köln noch einmal vorspielen. Sollte es zu einem Wechsel kommen, dann wäre die Sprockhöveler Offensive nur noch dünn besetzt. Denn bekanntlich haben auch Ferhat Uelker (Ratingen 04/19) und Max Claus (Wuppertaler SV Borussia II) die TSG verlassen. Und eine Alternative für die Offensive war ja auch Adrian Wasilewski , obwohl er in Sprockhövel meist im defensiven Mittelfeld spielte. Das wird er nun nicht mehr tun – der 19-Jährige gehört jetzt zum Kader des VfL Bochum II.

Wechsel von Canbulut würde eine Lücke in den Kader reißen

„Wenn Berkant Canbulut uns verlassen sollte, dann müssen wir in der Offensive natürlich noch etwas tun. Da haben wir im Augenblick ja nur Emre Yesilova“, sagt denn auch TSG-Fußball-Abteilungsleiter Ulrich Meister, der aber nicht nur ganz vorne, sondern auch ganz hinten Handlungsbedarf sieht. Denn die TSG braucht wohl noch einen neuen Torwart. Eine Nummer eins hat sie mit Patrick Knieps natürlich, allerdings fehlt der Mann dahinter, weil auch Daniel Pommer (SV Zweckel und Tobias Nowotny (Ziel unbekannt) gehen werden.

Diesen Abgängen stehen bisher drei externe Zugänge gegenüber. Eine richtige Verstärkung sollte dabei Abwehrmann Christian Kalina werden, der vom VfL Bochum II in den Baumhof zurückkehrt. Damit sollte die TSG in der Defensive sehr gut aufgestellt sein – halt mit Kalina den Meister-Brüdern Raoul und Alexander und mit Phillipp Schulz. Dazu zählen muss man sicher auch Sebastian Greitemann im defensiven Mittelfeld.

Viel hängt für die TSG von Canbulut-Wechsel ab

Mit Alexander Hahn (TuS Heven) und Tolga Buyru (BV Brambauer) wurden zudem zwei neue Mittelfeldspieler verpflichtet, während aus der eigenen Jugend Mirco Heinzer, Marc Braun, Florian Pemöller und der schon erwähnte Emre Yesilova aufrücken.

Gladbach
Gladbach muss zum Saisonauftakt zu Hause gegen Hoffenheim ran

Am ersten Spieltag der 50. Bundesliga-Saison empfangen die Fohlen die TSG 1899 Hoffenheim, gleich am zweiten Spieltag steigt das Derby gegen den Aufsteiger aus Düsseldorf. Zum Saisonschluss gibt es im Borussia-Park einen echten Klassiker zu sehen.

Das soll aber noch nicht alles sein. „Wir führen im Augenblick weitere Gespräche“, sagt Ulrich Meister. „Viel wird jetzt aber natürlich auch davon abhängig sein, ob Berkant Canbulut nach Gladbach geht oder ob er doch noch bei uns bleibt.“

Trotz der Veränderungen im Kader sieht Meister recht optimistisch in die Zukunft. Auch mit der jüngsten Vergangenheit, also mit der abgelaufenen Saison, ist er zufrieden. Für die TSG war es bereits der fünfte Oberliga-Aufstieg, diesmal führte der Weg allerdings über Platz fünf. Rechnete man noch die vier abgezogenen Punkte hinzu, dann stünde sogar Platz drei zu Buche. Das kann sich sehen lassen, wenngleich es in der Vergangenheit nach Oberliga-Abstiegen noch besser lief. „Zuvor war unsere schlechteste Platzierung in der Verbandsliga Platz zwei“, sagt Ulrich Meister mit einem Lachen. Aber generell könne man sich ganz sicher nicht beschweren. „Wenn ich mir anschaue, was aus Vereinen wir SV Rotthausen oder Horst-Emscher, mit denen wir früher in diesen Ligen gespielt haben, geworden ist, dann stehen wir doch sehr gut da. Mit unserem Konzept, zunächst einmal auf junge Spieler und unseren eigenen Nachwuchs zu setzen, liegen wir offensichtlich nicht ganz falsch .“

Heiner Wilms



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