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FC Kray: Wohlfühlfußball – auch gegen Köln

10.08.2012 | 18:35 Uhr
FC Kray: Wohlfühlfußball – auch gegen Köln

Dirk Wißel ist sauer. Heute trifft sein FC Kray auf Viktoria Köln – an sich kein Problem, nur dieses Regionalliga-Spiel findet wieder am Uhlenkrug statt (14 Uhr). Weil die heimische KrayArena auf Viertliga-Tauglichkeit getrimmt wird, aber eben noch nicht viertliga-tauglich ist. So sind die Richtlinien des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes, für deren gnadenlose Umsetzung Wißel kein Verständnis hat: „Viktoria Köln kommt mit drei Pkw nach Essen, dieses Spiel kann man auf jeder Stadtwald-Wiese dieser Republik austragen, ohne dass sich jemand negativ berührt fühlen würde. Wir müssen aber zum Uhlenkrug.“ Schöne Grüße aus Kray. „Ich fühle mich am Nasenring durch die Manege gezogen.“

Hoch gewettet

Dirk Wißel ist sauer. Dabei hat er allen Grund, bestens gelaunt zu sein. Unter der Woche gab es diesen phänomenalen Sieg in Wiedenbrück, den ersten Dreier für den Aufsteiger. „Es gibt sicher schlechteres“, schmunzelt dann auch der Coach. „Aber wir wussten vorher, dass wir nicht zur Salzsäule erstarren müssen, nur weil es gegen einen hochgewetteten Gegner geht.“

Hoch gewettet – das trifft in dieser Liga wohl vor allem auch auf Viktoria Köln zu. Die Rheinländer sind ebenfalls neu in dieser Regionalliga – doch Viktoria darf wohl als ganz und gar ungewöhnlicher Aufsteiger betrachtet werden. Den Kader schmücken ehemalige Bundesliga-Profis wie Aziz Bouhaddouz oder Mariusz Kukielka – Ex-RWE-Akteur Mike Wunderlich wurde vom FSV Frankfurt losgeeist. „Wir haben großen Respekt vor jedem Gegner und natürlich auch vor Viktoria“, schildert Dirk Wißel. „Es steht 20:0 auf dem Papier, wenn man sich die personellen Voraussetzungen anschaut. .Aber das ist alles vor dem Anpfiff und daher nicht relevant.“

Mit dem Anpfiff gilt es, die individuelle Klasse auf ein beherrschbares Maß zurecht zu stutzen. Und auch gegen den Top-Favoriten will der FC Kray seinem Fußball treu bleiben. An der Buderusstraße wird Selbstbewusstsein dokumentiert: Trainiert wurde in den vergangenen Tagen das Umschaltspiel – in beide Richtungen. Gestern stand der Torabschluss auf dem Programm, weil vielen Chancen zu wenige Tore gegenüber stehen.

Nicht mauern – mutig spielen

Nein – der FC Kray will sich auch gegen Viktoria Köln kein „zu Null“ ermauern. Maßstab für heute und die weitere Saison soll die erste Halbzeit gegen Wiedenbrück sein. 45 Minuten, in denen die jungen Krayer mutig Bälle eroberten und stark nach vorne spielten. „Das wird uns in einem Spiel besser, in einem anderen weniger gut gelingen“, so Wißel. Dann müsse man reagieren. Aber nicht bereits vor einem Spiel. „Die Mannschaft fühlt sich wohl mit dieser Art Fußball zu spielen. Diesen Wohlfühlraum werde ich ihr nicht nehmen, nur weil der Gegner Favorit ist.“

Gegen Viktoria Köln muss Dirk Wißel seine erste Elf verändern. Dominik Milaszewski muss nach der Gelb-Roten Karte in Wiedenbrück ein Spiel pausieren, Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Georgios Ketsatis (erkältet) und Ilias Elouriachi, den Adduktoren-Probleme plagen. Nach wie vor nicht dabei sein können Ioannis Ketsatis (Bänderdehnung) und Mun Yong Hyun. Wißel: „Ich habe kein Problem, andere Spieler aus meinem Kader aufs Feld zu schicken.“

Achim Faust



Kommentare
11.08.2012
23:28
FC Kray: Wohlfühlfußball – auch gegen Köln
von zyniker | #2

Es wäre von Anfang an besser gewesen festzulegen das der FC Kray seine Heimspiele am Uhlenkrug auszutragen hat,bevor man 150000 Euro in die sogenannte "Kray-Arena" investiert. Dieses Geld wäre wohl woanders besser angelegt,zumal der FVN die meisten Spiele eh zum Uhlenkrug verlegen wird!!! Und wenn man ehrlich ist wird das Abenteuer Regionalliga nur eine Saison dauern!!!

11.08.2012
10:41
Stadion Essen?
von industriee | #1

Sind nicht auch die SGS und der FC für das Stadion Essen gesetzt?

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