Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Basketball

Zu oft und zu schlecht aus der Distanz

21.11.2010 | 22:07 Uhr
Zu oft und zu schlecht aus der Distanz
Musste fitgespuitzt werden: Jason Holmes (rechts Julius Dücker)

Schwelm.Es hat nicht sollen sein. Die Schwelmer Baskets haben das Spitzenspiel bei Eintracht Stahnsdorf und damit auch die Tabellenführung der 2.Bundesliga Pro B verloren. Mit 75:80 (34:42) unterlagen sie am Sonntagabend beim selbsternannten Aufstiegsanwärter.

Dabei war für den ersatzgeschwächten Aufsteiger, der weiterhin auf Beiersmann, Agyapong und Neitzel verzichten musste, durchaus ein Sieg möglich in einem packenden Match. In den entscheidenden Momenten aber waren die Hausherren dann doch den einen kleinen Tick nervenstärker als der Neuling.

Der Sieg war möglich

David Bunts sorgte mit einem Dreier für einen gelungenen Auftakt. Fortan übernahm aber Stahnsdorf die Führung, ehe Tom Doll, ebenfalls aus der Distanz, zum 19:17 traf. Im zweiten Viertel schien sich der Favorit absetzen zu können. Neun Punkte in Folge führten zum 32:23 der Eintracht., die zur Halbzeit denn auch mit acht Zählern führte.

Nach dem Seitenwechsel aber kamen die Schwelmer zurück. Bunts und zweimal Kapitän „Toffer“ Speier warfen Schwelm mit 46:45 sogar wieder in Front. Es blieb eng. Auch Stahnsdorf wurde nervös. Fast eineinhalb Minuten wollte hüben und drüben kein Korb fallen. Bunts’ 54:52 sollte letztlich leider die letzte Schwelmer Führung bleiben.

Es folgten sieben Zähler der Eintracht in Folge, die aber den letzten Abschnitt nur mit einem 61:58 beginnen konnte. Die Baskets blieben dran, setzten die Hausherren immer wieder unter Druck, doch die Dreier-Quote blieb schlecht. Insgesamt versuchten es die Schwelmer 27 Mal aus der Distanz, landeten dabei nur fünf Treffer. „Wir haben es immer wieder versucht anstatt eine bessere Lösung zu suchen“, kritisierte Trainer Raphael Wilder denn auch.

Dennoch blieben die Baskets dran, hatten beim Stand von 73:74 mehrfach die Chance, das Blatt zu wenden. Fast zwei Minuten lang gelang keiner Mannschaft ein Korb. Kellen Williams für die Eintracht traf. Auszeit. 48 Sekunden vor dem Ende. Schwelm musste foulen, doch Stahnsdorf traf von der Linie. Beim 73:79 versuchten es erst der mit Schmerzmitteln ins Spiel gegangene Jason Holmes, dann Bunts vergeblich mit Dreiern. Aus und vorbei. Die Chance auf einen Sieg war vertan. Und der war wahrlich möglich.

„Das war bitter, wir haben zu viele leichte Fehler gemacht“, konstatierte denn auch „Raffi“ Wilder auf der langen Rückfahrt. Jetzt hofft er nur, dass er bald wieder ein gesundes Team stehen hat.

Frank Winter

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3970095/create

Aktuelle Fotos und Videos
Finale, Jubel und Siegerehrung beim Pfingstturnier in Ennepetal
Bildgalerie
Spax Cup 2012 Finale
Tolle Spiele bei den Finalspielen im Bremenstadion
Bildgalerie
Spax Cup 2012 Montag
Ein toller Pfingstsonntag mit Fußball und ZumbaBremenstadion
Bildgalerie
Spax Cup 2012 Sonntag
Super Sommerwetter lockte tausende ins Bremenstadion
Bildgalerie
Spax Cup 2012 Samstag
Aus dem Ressort
Schwelm ohne Chance
Fußball-Bezirksliga
Die Vorzeichen standen schlecht. Mit Paul Gerlach, Nebo Velickovski und Alex Keßel fehlte dem VfB Schwelm fast die komplette Abwehr. So gab’s gegen den hohen Favoriten CSV SF Bochum-Linden eine klare 0:7 (0:4)-Heimniederlage. „Besser einmal 0:7, als sieben Mal 0:1 verlieren“, flüchtete sich Trainer...
Sprockhövel und Ennepetal steigen auf
Fußball-Westfalenliga
Spannende Spiele laufen im Ennepetaler Bremenstadion. Das Finale steigt, Botafogo besiegt gerade Schalke mit 1:0. Doch die Verantwortlichen sind mit einem Ohr, mit einem Auge in Sprockhövel. Am Baumhof besiegt die TSG Sprockhövel den TuS Ennepetal mit 1:0. Dennoch steigen beide in die Oberliga auf.