Wilder hat viel Respekt vor Ryan Williams
21.10.2010 | 17:08 Uhr 2010-10-21T17:08:00+0200
Schwelm.Raphael Wilder wehrt sich nicht gegen die Favoritenstellung. Wie sollte er auch, wenn der ungeschlagene Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga (ProB) zu Hause auf den erst einmal siegreichen Drittletzten der Tabelle trifft. Das ist am Samstag Abend in der Halle West der Fall, wenn der SSV Lok Bernau bei den Schwelmer Baskets antritt.
Doch Wilder, der Schwelmer Coach, sagt auch: „Der Tabellenstand ist mir völlig egal, ich möchte, dass wir gut spielen.“ Das wird auch nötig sein, denn die Brandenburger hält Wilder für ein gutes Team. „Sie werden nicht gegen den Abstieg spielen“, legt er sich fest und verweist auf den sehr guten Amerikaner Ryan Williams. Im Heimspiel gegen die Baskets Braunschweig, das die Bernauer mit 109:96 gewannen, holte der auf der Guard-Position spielende 24-Jährige 42 Punkte - darunter sieben Dreier, zudem fünf Steals. Williams kam damit auf eine Effektivität von 36 und war der beste Spieler des vierten Spieltags der Liga.
Den zweiten US-Boy der Bernauer, Dreshawn Vance, hält Wilder für einen guten, wenn auch nicht überragenden Center. „Er macht seinen Job“, sagt er zu dem 2,04-Meter-Mann. Große Stücke hält der Baskets-Coach hingegen von Aufbauspieler Jan Heide.
Probleme gab es bei den Schwelmern in dieser Woche mit dem Training. Da das wegen der Ferien schon um 18.30 Uhr beginnen musste, war die Beteiligung aus Beruf und Studium bedingten Gründe schwach. „Wir konnten nicht einmal komplett trainieren“, klagt Wilder über die ersten beiden Trainingstage.
Gar nicht dabei war Achim Beiersmann. Er wird auch mit Sicherheit weiterhin ausfallen. Ein weiteres Sorgenkind bleibt „Toffer“ Speier, der seine Erkältung einfach nicht los wird und deshalb nur „auf Sparflamme“ trainieren kann. Aber Wilder hofft sehr, dass sein Kapitän, den er als „unheimlich wichtig für die Mannschaft“ einstuft, trotzdem spielen wird.
„Wir wollen natürlich gewinnen - wie jedes Spiel“, so der Coach, „aber ich erwarte eine sehr, sehr enge Partie gegen ein Team, das bewiesen hat, dass es scoren kann.“
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