Trainer Jens Larsen hat die Halle vermisst
26.07.2011 | 15:53 Uhr 2011-07-26T15:53:00+0200
Schwelm.Den Volleyball-Bazillus kann er nicht abstreifen. „Ich habe die Halle vermisst“, gesteht Jens Larsen nach knapp zwei Jahren selbst verordneter Abstinenz. Da kam die Anfrage der TG Rote Erde Schwelm genau zur richtigen Zeit. Und der Regionalligist Rote Erde Schwelm zu seinem neuen Coach. „Für die Bundesliga habe ich keine Zeit“, stellt Larsen fest, der von 2005 bis 2009 zuerst Bayer, dann deren Lizenznehmer Wuppertal Titans trainiert hat.
Larsen lebt seit seiner aktiven Zeit beim Bundesligisten SV Bayer Wuppertal, wo er von 1993 bis 1999 spielte, in Wuppertal und ist inzwischen auch tief verwurzelt. Seine Ehefrau ist dort als Ärztin tätig, der Sohn besucht die Schule, und vor einem Jahr haben sich noch Zwillinge eingestellt. Zudem hat der künftige RE-Trainer sich vor zwei Jahren als Vermögensberater selbstständig gemacht, die Firma befindet sich noch im Aufbau. „Wir verfolgen eine andere Philosophie als viele Mitbewerber“, legt Larsen wert darauf sich von der oft gescholtenen Branche abzugrenzen.
Bevor Larsen bei Bayer Wuppertal einen Vertrag erhielt, hat er in Dänemark und Griechenland gespielt. Als seine wichtigsten sportlichen Erfolge bezeichnet der 41-jährige Däne die beiden Deutschen Meisterschaften mit Bayer und seinen ersten dänischen Meistertitel, den er im Alter von 18 Jahren in seiner Heimatstadt Aalborg feiern durfte. Neben der Familie zählt der Golfsport zu Larsens Hobbys. „Aber durch meine Selbstständigkeit bin ich schon ein Jahr nicht mehr auf dem Platz gewesen“, bedauert er.
Das wird sich in Zukunft nicht unbedingt ändern. Denn dann steht für den A-Lizenzinhaber zwei Mal in der Woche das Training in der Halle West auf dem Programm. Zusätzlich will er noch einen dritten Trainingstag einführen. „Speziell für die jungen Spieler“, wie Larsen erläutert. Dass die Zusammenarbeit mit Gereon Duwe klappt, da ist sich der Däne sicher: „Wir haben uns in den letzten anderthalb Monaten kennen und schätzen gelernt.“ Dabei ist sich Larsen einigermaßen sicher, dass Duwe und er sich schon in den 1990er Jahren beim SV Bayer begegnet sind. „Aber erinnern kann ich mich daran nicht mehr“, gibt er zu.
Gereon Duwe hingegen hat Larsen in den erfolgreichen Bayer-Jahren schon zugejubelt. „Er war ja schließlich einer der weltbesten Angreifer“, schwärmt Duwe noch heute. Er ist sicher, dass der frühere Nationalspieler frischen Wind in die gesamte Volleyballabteilung bringen wird. „Auch ich werde davon profitieren, kann mir einiges abgucken und lernen“, so Duwe, „Jens Larsen wird seine Visionen und Vorstellungen konsequent umsetzen - da bin ich ganz sicher.“ Die „Chemie“ zwischen dem Dänen und seinem Vorgänger und künftigem Co-Trainer Gereon Duwe stimmte auf Anhieb.
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