Nur Julius Dücker fand ins Spiel
10.10.2011 | 15:09 Uhr 2011-10-10T15:09:00+0200
Schwelm.Geduld war gefragt. Bei den Zuschauern, beim Trainer und bei den Spielern der Schwelmer Baskets. Doch am Ende zahlte sich diese Geduld aus und wurde mit dem dritten Sieg in Folge in der neuen Saison belohnt. Entscheidenden Anteil aber hatten auch die taktischen Maßnahmen, mit den Baskets-Trainer Raphael Wilder sein Team auf Kurs brachte.
Das Spiel war sicherlich nur unterer Durchschnitt, aber was am Ende allein zählen würde, hatte der Trainer ja schon im Vorfeld erklärt: „Mir ist egal, ob wir gut spielen, Hauptsache wir gewinnen.“ Überhaupt hatte der Coach mit seinen Prognosen gut gelegen. Auch, dass es ein enges Spiel würde, hatte er gewusst. Ebenso, dass sein Team bedingungslos kämpfen würde.
Dem furiosen Start der Gäste aus dem holsteinischen Wedel hatten die Schwelmer Baskets lange, lange Zeit nichts entgegenzusetzen. Während bei Schwelm nichts fallen wollte, punktete Wedel mit nahezu jedem Angriff. Die Baskets taten sich unglaublich schwer mit der Verteidigung der Gäste. Zudem schlichen sich viele Fehler im Offensivspiel ein. Wenn die Baskets punkteten, dann meist aus schwierigen Lagen. Einzig Julius Dücker fand richtig ins Spiel.
Erst als „Raffi“ Wilder nach drei Minuten im zweiten Viertel und dem höchsten Rückstand des Spiels (19:36) eine Auszeit genommen und durchgewechselt hatte, war das Aufbäumen der Schwelmer spürbar. Und das quittierten auch die Zuschauer. Mit einem 7:0-Lauf, abgeschlossen durch einen erfolgreichen Distanzwurf von Max Kramer wurde der Vorsprung halbiert.
Spannung bis zum Ende
Nach der Halbzeit schafften es die Baskets sich von Angriff zu Angriff heranzukämpfen. Durch gute Distanzwürfe von David Bunts und Davon Baker gelang es dann auch zum Ende des dritten Viertels auf 51:51 aufzuschließen. Fehlwürfe und Turnover häuften sich im letzten Viertel bei beiden Teams. So blieb es weiter spannend, die Führung wechselte von Angriff zu Angriff. Knapp zwei Minuten vor dem Ende gelang es den von den Zuschauern frenetisch unterstützten Baskets dank eines Turnovers der Wedeler auf 73:69 davonzuziehen. Doch das war noch nicht die Entscheidung. Die fiel erst 3,6 Sekunden vor dem Ende, als Jason Holmes zwei Freiwürfe verwandelte.
Raphael Wilder atmete nach der Schlusssirene erst einmal durch und stellte dann fest: „Nach dem verschlafenen Anfang haben wir uns mit viel Mühe in das Spiel zurückgekämpft. Das hat das Team hervorragend gemacht. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir uns nicht aufgegeben haben. Durch taktische Umstellungen in der Verteidigung, sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben am Ende auch das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite gehabt.“
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