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Schwelmer Gymnasiast spielt in Prag seine zweiten...

Florian Wagner will eine Medaille

09.07.2009 | 15:37 Uhr
Florian Wagner will eine Medaille

Er ist zwar erst 15 Jahre jung, doch als Teilnehmer an Jugend-Europameisterschaften ist Florian Wagner schon ein alter Tischtennis-Hase. Nach seiner Premiere vor einem Jahr in Terni (Italien) nominierte ihn Schüler-Bundestrainer Klaus Schmittinger auch für die 52. Titelkämpfe in Prag.

Die finden vom 10. bis 19. Juli statt.

Drei Vorbereitungslehrgänge im Deutschen Tischtennis-Internat (Düsseldorf) sowie in der Sportschule Oberhaching liegen hinter Wagner. Er brennt auf den Start: „Jetzt bin ich aber auch froh, dass das Turnier am Freitag endlich losgeht.” In den vergangenen Einheiten wurde nochmals am notwendigen Feinschliff gearbeitet. Die letzte Einheit am Sonntagmorgen diente dem Doppel- und Mixedtraining.

»Florian arbeitet vorbildlich, da gibt es nichts auszusetzen«

„Ich bin ganz gut in Form", erzählt der Gymnasiast aus Schwelm. „Zwar war ich in den zurückliegenden Monaten, speziell beim Lehrgang im April in China, schon stärker drauf, doch insgesamt bin ich sehr zuversichtlich.” Ähnlich sieht es auch sein Coach: „Florian arbeitet vorbildlich. An ihm habe ich absolut nichts auszusetzen.”

Zunächst einmal verschwendet der zukünftige Zweitligaspieler des BV Borussia 09 Dortmund ausschließlich Gedanken an den Mannschafts-Wettbewerb (10. bis 14. Juli). Nach dem frühen Ausscheiden vor einem Jahr im Achtelfinale soll es diesmal zum großen Wurf langen. Dies hofft zumindest Florian Wagner. „Ich will in das Halbfinale und eine Medaille gewinnen”, definiert er sein Ziel klar.

Das deutsche Quartett, zu dem außerdem Niklas Matthias (SV Bolzum), Qiu Liang (TTC Frickenhausen) und Jens Schabacker (SG 1862 Anspach) gehören, wurde aufgrund der Positionen in der Europarangliste (Wagner wird auf Platz 19 geführt) an Position vier gesetzt. Die Vorrundengegner werden Tschechien, Serbien und Litauen sein. „Da müssen wir schon aufpassen”, warnt Trainer Schmittinger, „denn sowohl Tschechien als auch Serbien sind sehr gefährlich”.

An die Individual-Konkurrenzen, die am 15. Juli mit den Qualifikationsrunden beginnen, verschwendet Florian Wagner noch nicht allzu viele Gedanken. Nach den guten Leistungen in der Einzel-Konkurrenz in Terni und dem unglücklichen Ausscheiden in der dritten Hauptrunde strebt das Nachwuchstalent diesmal den Einzug in das Achtelfinale an. „Florian konnte sich im Vergleich zum Vorjahr schon steigern, allerdings fehlt immer noch der gewisse Killer-Instikt”, beobachtete der Schüler-Bundestrainer.

»Ich möchte mit Petrissa aufs Siegerpodest«

So habe Wagner bei einigen internationalen Meisterschaften trotz deutlicher Führungen Spiele noch sehr unglücklich verloren. Schmittinger: „Im mentalen Bereich muss sich Florian verbessern. Diese kleinen Schwächen sind in seinem Alter jedoch nicht so tragisch.”

Mit einer Prognose für den Doppel-Wettbewerb an der Seite von Qiu Liang hält sich Wagner zwar noch etwas zurück, doch dafür wird der Schüler für die Mixed-Konkurrenz präziser. Das nicht ohne Grund, denn wie schon beim Gewinn des nationalen Meistertitels Mitte März wird Petrissa Solja (TTSV Saarlouis-Fraulautern) seine Partnerin sein. Solja führt die Europarangliste an und gewann bei den kontinentalen Titelkämpfen 2008 die Goldmedaillen im Einzel und Doppel. „Ich möchte mit Petrissa auf das Siegerpodest”, sagt Florian Wagner und betont: „Die Konkurrenz wird in Prag natürlich deutlich stärker sein, als bei unserem DM-Sieg.”

Marco Steinbrenner



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