Entscheidung ist vertagt
14.02.2010 | 18:02 Uhr 2010-02-14T18:02:00+0100S c h w e l m . Die Meisterfrage in der Basketball-Regionalliga ist vertagt. Statt des erhofften Sieges und dem damit verbundenen Gewinn des Titels fünf Spieltage vor dem Ende der Saison gab es für Spitzenreiter Schwelmer Baskets beim Tabellenzweiten BSV Wulfen eine herbe Niederlage.
Nicht nur das Ergebniss von 93:78 (44:38) spricht ein klare Sprache für die Gastgeber. Denn Wulfen war haushoch überlegen. Schwelm zeigte dagegen die schwächste Saisonleistung.
Gleich mehrmals führten die Gastgeber mit 20 Punkten und kamen so der Differenz des Spiels in Schwelm gefährlich nahe. Doch Wulfen schaffte es nicht, die 26 Zähler Unterschied wett zu machen. Im direkten Duell behält Schwelm damit die Oberhand.
Keine Frage, dass der Jubel in der Petrinumhalle Dorsten riesig war. Zumindest bei den rund 600 Anhängern aus Wulfen. Die 200 mitgereisten Schwelmer verstummten. Am Rande: Mit dem Sieg erzielte der Tabellenzweite die inoffizielle Herbstmeisterschaft. Doch wichtiger ist Wulfen die so verbesserte Ausgangsposition im Aufstiegskampf.
Es zeigte sich von der ersten Sekunde an, dass der Gastgeber mit mehr Biss, mit mehr Engagement auf dem Parkett war. Wulfen spielte wie entfesselt auf. Dem enormen Druck der Wulfener hatten die Baskets nichts entgegen zu setzen. Vor allem Michael Gordon drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Keiner der Schwelmer Spieler schaffte es, seine Kreise einzuengen.
Beispiel Achim Beiersmann, der entnervt vom Platz ging, als er mit einem grob unsportlichen und vierten Foul gegen Gordon (31 Punkte) machte. Unabsichtlich, was das anschließende Hände schütteln beider Akteure zeigte. Die Aktion passierte in einer der vorentscheidenden Phasen des Spiels. Denn kurz zuvor - es waren etwa 23 Minuten gespielt - holte Schwelm bis auf 45:46 auf. Doch die Baskets agierten beim Ballbesitz zu hektisch, ließen sich den Ball abnehmen, und Wulfen zog von dannen.
Neben Gordon hatte Wulfen in Michael Möller und Romeo Bakoa sichere Distanzschützen. Jeweils dreimal trafen sie in die Reuse. Zudem hatte BSV-Neuzugang Chris Commons einen starken Tag erwischt. Auch er war kaum zu bändigen. Dagegen gelang den Kreisstädtern aus der Distanz nicht viel. Zwei Dreier stehen zu Buche. Der erste gelang Max Dohmen (15.), den zweiten markierte Tom Doll drei Minuten später. Das war's. Eine indiskutabel schlechte Ausbeute.
Das hinterließ Spuren auf Seiten der Schwelmer. Einfache Korbleger fanden nicht den Weg in die Reuse. Dohmen kassierte mit Foul und sofortiger Reklamation ein technisches Foul obendrauf. Anders der Gastgeber, der cool und abgebrüht wirkte, nahm die Geschenke annahm und ein Polster verschaffte.
Mit der Wulfener 63:50-Führung ging es in das letzte Viertel. Doch eine Schwelmer Antwort blieb aus. Weiterhin bestimmt Wulfen das Geschehen, markierte drei Dreier in Folge und führte komfortabel. Der Drops war gelutscht, die zweite Saisonniederlage war unter Dach und Fach.
Auch das Duell der Fans entschieden nun die Gastgeber für sich. Während die Anhänger des BSV völlig aus dem Häuschen waren, kam von den Schwelmern nicht mehr viel. Zu tief saß der Schock. Der BSV wuchs über sich hinaus. Während die Baskets kaum noch Akzente setzten traf die Offensive der Wulfener wie am Schnürchen. Jetzt war bei den Schwelmern Schadensbegrenzung angesagt.
12:15
Mal eine Frage nach Schwelm.Warum haben sich einige Fans von euch nicht im Griff, beim Spiel in Schwelm musste eine austicken und am Samstag wieder?