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Dücker und Bunts erlösen die Baskets

10.10.2010 | 16:17 Uhr
Dücker und Bunts erlösen die Baskets

Schwelm.Das war eng. Mit einem blauen Auge sind die Schwelmer Baskets noch einmal davon gekommen. Nach dem mühevollen 74:66 über das Schlusslicht aus Leipzig behalten sie jedoch ihre weiße Weste in der 2. Liga ProB.

Zu keiner Zeit fanden die Baskets in die Partie und taten sich enorm schwer gegen die Gäste, die mit dem erst in einer Blitzaktion kurz zuvor verpflichteten Aufbauspieler Lamar Morinia aufliefen, der zwölf Punkte erzielte.

Dass nur einer von sechzehn Distanzwürfen der Schwelmer den Weg in die Reuse fand, spricht Bände für die Offensivleistung der Baskets, bei denen lediglich Julius Dücker Normalform erreichte und mit 16 die meisten Punkte für sein Team erzielte. Er und der über weite Strecken enttäuschende David Bunts steuerten in den letzten beiden Minuten jeweils fünf Punkte zum Endstand bei und entschieden so die Begegnung.

Der Motor der Schwelmer wollte nicht in Gang kommen. Die Gastgeber liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Erst drei Minuten vor der Pause glich David Bunts zum 30:30 aus. Die „Uni-Riesen“ spielten frisch auf, angetrieben von den beiden Amerikanern in ihren Reihen. Dagegen waren die US-Boys auf Schwelmer Seite ein Totalausfall. Jason Holmes und David Bunts erwischten einen rabenschwarzen Tag. Ihnen gelang kaum etwas, so dass sich Trainer „Raffi“ Wilder gezwungen sah, sie öfter auf der Bank sitzen zu lassen.

Mit 15:19 ging es in das zweite Viertel. Doch auch da dasselbe Bild: bis zum 26:30 aus Sicht der Baskets fehlten die zündenden Ideen. Dann aber kamen die Hausherren zu einem 10:0-Lauf und verschafften sich mit dem 36:32 zur Pause etwas Luft. Doch die Pausenansprache von „Raffi“ Wilder zeigte in der zweiten Hälfte kaum Wirkung. Ein ums andere Mal raufte er sich die Haare nach Fehlern seiner Spieler.

Beiersmann fehlte sehr

Zudem fehlte mit Achim Beiersmann ein wichtiger Spieler. Dass auch noch Kapitän „Toffer“ Speier angeschlagen mit einem grippalen Infekt in die Partie ging, spiegelt die aktuelle Personalnot wider. Die Führung wechselte, keines der beiden Teams setzte sich entscheidend ab. Folgerichtig ging es mit 48:48 in das letzte Viertel.

Mit einem 7:0-Lauf (36.) setzten sich die Wilder-Schützlinge etwas ab, doch die Leipziger blieben dran. Bis auf 60:62 kamen sie an die Schwelmer heran, ehe Julius Dücker und David Bunts sicher von der Freiwurflinie trafen und den Sieg unter Dach und Fach brachten.

Besonders auffällig war Yannick Opitz, der sich gut in die Mannschaft einfügte und es verstand Akzente in der Partie zu setzen. Alles in allem zählt nur der Sieg. So fahren die Baskets nächste Woche zum Auswärtsspiel zu den Hertener Löwen die wie die Baskets auch noch ungeschlagen sind.

Mächtig sauer war Raffi Wilder nach der Partie. „Wir haben sehr schlecht gespielt. Die beiden Amerikaner waren nicht präsent. Dazu kam, dass Speier und Beiersmann krank waren und Jason Holmes enttäuschend gespielt hat.“

Frank Gemmeker

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