Dücker, Gentgen und Kramer immer stärker
20.02.2011 | 21:07 Uhr 2011-02-20T21:07:00+0100
Schwelm.Die Schwelmer Baskets und Trainer Raphael Wilder haben zum zweiten Mal in Folge die Meisterschaft gewonnen. Im vergangenen Jahr in der Regionalliga, jetzt nach dem 97:57 (46:27)-Sieg bei den Herzögen Wolfenbüttel in der 2. Basketball-Bundesliga, Pro B Nord. Nach alten Regeln hätten damit die Kreisstädter auch den zweiten Aufstieg in Folge geschafft. Heuer geht es noch in die Play-offs, in der die Schwelmer Baskets stets das erste und damit auch mehrfache Heimrecht haben werden.
Die Reise nach Niedersachsen hatte so etwas wie ein fröhlicher Betriebsausflug. Zunächst sorgten dafür die mitgereisten knapp 200 Fans. Die Schwelmer hatten eigens dazu einen Zug der Eurobahn gemietet. In Wolfenbüttel angekommen sorgten die Schwelmer Spieler für einen gemütlichen, aber durchaus unterhaltsamen Nachmittag. Denn die Gäste konnten Schalten und Walten wie sie wollten. Spätestens mit dem Ende des zweiten Durchganges zeigten die Gastgeber kaum Gegenwehr.
Zunächst begann die Begegnung wie ein Spiel der zweiten Bundesliga halt beginnt. „Trau, schau wen“ -- so ging es laut dem abgewandelten Spontispruch früherer Jahrzehnte los. Gleichwohl waren die Baskets überlegen und erspielten sich die 20:15-Viertelführung. Immer drückender wurde Schwelms Überlegenheit, immer weniger die wirkliche Gegenwehr des Tabellen-Vorletzten.
Eine Situation, die geschaffen ist fürs Durchwechseln. Das tat auch Baskets-Trainer Raphael Wilder, der vor allem testen wollte, wie sich das Schwelmer Spiel ohne die beiden US-Boys Jason Holmes und David Bunts machte. Zumal Holmes kurz vor der Pause eine satten Pferdkuss bekam und Bunts nur drei Punkte erzielt hatte (Wilder: „Spielerisch hat er mir gut gefallen.“). Kurz: Die deutschen Spieler erfüllten ihre Aufgaben hervorragend. Allen voran Kapitän Kristofer Speier, der sich als bester Werfer und als bester Spieler unter den Körben hervortat: 29 Punkte und 14 Rebounds sind eine stolze Marke.
Dazu Julius Dücker, Fabian Gentgen und diesmal Max Kramer, die mehr und mehr dem Schwelmer Spiel ihren Stempel aufdrücken. Allein Dücker schaffte dies mit 16 Punkten und zehn Rebounds. Und damit war er immer noch stärker als der beste Gastgeber-Spieler, bei denen vor allem die US-Amerikaner Justin Sexton und Brandon Giles (er musste während des dritten Viertels mit Verdacht auf Knöchelbruch ins Krankenhaus) enttäuschten.
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