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Achim Beiersmann

Der alte Wilde als Vorbild für junge Wilde

28.07.2011 | 20:55 Uhr
Der alte Wilde als Vorbild für junge Wilde
Bleiben ein Gespann: Achim Beiersmann und Raphael Wilder. Foto : Michael Scheuermann

Schwelm.Achim Beiersmann personifiziert den Schwelmer Basketball wie kein Zweiter. Mit 16 Jahren spielte er erstmals in der ersten Mannschaft. Mit beinahe 32 Jahren muss er jetzt seine aktive Karriere beenden. Den Schwelmer Baskets aber bleibt er erhalten.

Beiersmann soll als Mitglied des Trainerstabes ein Bindeglied zwischen erster und zweiter Mannschaft sein. Einmal wöchentlich soll er das Training des Pro B-Teams leiten, „Raffi“ Wilder bei bedarf zur Seite stehen. Zudem soll er einmal wöchentlich das Training der Oberliga-Mannschaft von Trainer Martin Schrader begleiten. Seine Hauptaufgabe soll es nach dem Willen des Vereins sein, junge Spieler zu fördern.

Raphael Wilder, dem Beiersmanns Zuverlässigkeit und dessen professionelle Einstellung immer gefallen haben, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Hinzu kommt, dass Achim in Schwelm die absolute Identifikationsfigur ist. Von daher war auch ich darum bemüht, ihn in Zukunft in die tägliche Trainingsarbeit einzubinden.“ Hier könne Beiersmann als Vorbild für die Jugend wirken und seine Erfahrungen weitergeben.

Hinter dem Schwelmer Urgestein liegt eine schlimme Saison, in der er lediglich die beiden Auftaktspiele absolvieren konnte. Danach warf ihn eine Verletzung zurück. „Eine Schambeinentzündung war der Auslöser, und das schon vor drei Jahren“, erläutert er und gesteht selbstkritisch: „Ich habe es zu lange verschleppt.“

Jetzt befindet er sich nach einer Operation „auf dem Wege der Besserung“. Doch hieße es jetzt: Auskurieren. Jogging und Ausdauertraining sind zwar schon wieder möglich, doch an echtes Basketballtraining ist nicht zu denken. „Ich habe nur mal ein wenig auf den Korb geworfen.“

Und halbe Kraft, das ist nun einmal nichts für einen Achim Beiersmann. „Bei mir geht nur Vollgas.“ Genau diese Einstellung hat ihn bei den Fans so beliebt gemacht. Sie liebten ihre Nummer 11, die zugibt: „Ich hasse es, wenn mein Gegenspieler punktet.“ Oder wenn er ihm den Ball abnimmt. Wie seinerzeit der Wulfener Rob Stearns. Und das gleich viermal hintereinander. Da war Achim aber erst 16. Noch oft sind sich beide begegnet, eine solche Serie wie beim ersten Spiel ist Stearns nie wieder gelungen.

Denn Beiersmann hat sich stets verbessert, in allen Belangen. Verändert aber hat er sich dabei nicht. Wenn er auf dem Feld stand, dann war genauso engagiert wie zu jenen Zeiten, als er noch mit seinem Kumpel Andreas Urban das Team selbst als Fan begleitet hat. Aus dem „jungen Wilden“ der frühen Jahre ist im Laufe der Zeit eben lediglich der „alte Wilde“ geworden.

Von dessen Stärken nicht nur auf dem Feld zeigen sich auch die Baskets-Macher überzeugt. Mit der Rolle als Bindeglied zwischen den höchsten Mannschaften soll Achim Beiersmanns Laufbahn bei den Schwelmer Baskets keinesfalls enden. Manager Marvin Eberle möchte ihn gerne „nach und nach weiter in die Vereinsarbeit integrieren“.

Das dürfte wohl auch dem Schwelmer Urgestein gefallen, der sich in seine neue Rolle eingefunden hat und darin auch etwas positives findet: „Die 15 Jahre waren auch sehr zeitintensiv. Jetzt bin ich in Sachen Urlaub nicht mehr so gebunden.“

Frank Winter

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