Alex Starr zog eine tolle Show ab
21.02.2010 | 18:17 Uhr 2010-02-21T18:17:00+0100
S c h w e l m. Das erste Ziel war am Samstag um 21.36 Uhr erreicht. Mit dem 93:78-Sieg über SVD Dortmund war der Aufstieg der Schwelmer Baskets sportlich geschafft. „Nie mehr dritte Liga”, skandierten die Fans eine Minute vor Schluss der Partie. Eine gute halbe Stunde später dann war auch Ziel ...
Nummer zwei unter Dach und Fach: Mit der Niederlage des BSV Wulfen gegen NOMA Iserlohn standen die Baskets nun auch als Meister fest.
Und das nach einer Partie, deren Qualität nicht das Prädikat Spitzenspiel verdient hatte. Zu viele Fehler leisteten sich die beiden Teams. „Gut, dass die Dortmunder nicht besser getroffen haben. So haben sie aus unseren Fehlern kein Kapital geschlagen”, stellte Baskets-Co-Trainer Andreas Schweer treffend fest. Chefcoach „Raffi” Wilder formulierte es vorsichtiger: „Über die Leistung der Mannschaft will ich heute gar nicht diskutieren.” In der Tat wechselten sich beim Tabellenführer der 1. Regionalliga Licht und Schatten ab. Einem fulminanten Start mit 10:2 folgte im ersten Viertel eine Durststrecke, während der insbesondere Starr, Beiersmann nd Speier plötzlich nicht mehr trafen.
Alex Starr brillierte vor den Augen der „Mum”
Ein eigentlich ganz starkes zweites Viertel verdeckte mit seinen 33 Punkten die deutlich schwächere Rebound-Leistung. Im dritten Abschnitt schließlich schien die Partie mit einer 24-Punkte-Führung schon entschieden, ehe es im letzten Viertel noch einmal kanpp wurde. Bis auf elf Punkte schlossen die Dortmunder auf.
Alex Starr war es, der dem Spiel in der zweiten Halbzeit seinen Stempel aufdrückte. Er sorgte für die wichtigen und spektakulären Punkte mit Dunkings, Windmill und einem Alley-Oop anfangs des dritten Viertels auf Zuspiel von David Bunts. Alex' Mutter Belinda Starr, die für eine Woche ihren Sohn in Schwelm besuchte und heute zurück in die Staaten fliegt, war begeistert. Aber auch Schwelm hatte es der aus der xxxx-Einwohner Metropole Dallas/Texas gekommenen „Mum” angetan. „Ich liebe Schwelm”, schwärmte sie, „es ist so schön hier.” Und fügte in breitem Südstaaten-Englisch hinzu: „I am having a ball here”, was soviel heißt wie „Ich erlebe hier eine tolle Zeit”.
Die Statistik der Partie zeigt, dass die Dortrmunder zwar knapp die besseren Trefferquoten, egal ob Zweipunkt-, Dreipunkt- oder Freiwürfe, erzielten, aber im Rebound deutlich unterlegen waren. 49:31 lautete hier das klare Ergebnis zu Gunsten der Schwelmer. Für die Baskets indes zählte nur der Sieg. Und die Fans wussten, wem sie den Erfoilg zu verdanlken haben: „Raffi, Raffi", dröhnte es von den Rängen.
Raphael Wilder ist nicht unbedingt der extrovertrierte Typ. Mehr der nüchterne, akribische, der seine Arbeit gewissenhaft im Hintergrund leistet. Umso ungewohnter waren die Gefühle, die der Erfolgstrainer der Schwelmer Baskets am Samstagabend zeigte, als der sportliche Aufstrieg geschafft war. Tränen der Rührung konnte der Trainer nur schwer unterdrücken, als die Glückwünsche auf ihn einprasselten. Die Fans, mit feinem Gespür für die Situation, aber lassen nicht locker. Sie wollen ihren „Meistertrainer” am Mikrofon erleben. Und Wilder tuit ihnen die Gefallen, fordert ein H, ein U, ein M, ein B - und stellt seine Jungs der Reihe nach vor, ehe er das A fordert. Dann geht die Post ab: „Humba, Humba Täterä”, singen Fans, Wilder und Mannschaft gemeinsam.
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