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Vier Minuten fehlen zum Aufstieg

04.06.2012 | 11:21 Uhr
Vier Minuten fehlen zum Aufstieg

Emmerich. Vier Minuten fehlten der Emmericher Eintracht gestern, um den Aufstieg in die Kreisliga B perfekt zu machen. Als der souveräne Schiedsrichter Mehmet Anik das Spitzenspiel der Kreisliga C Gruppe 4 gegen Westfalia Anholt II vor rund 250 Zuschauern abpfiff, mussten sich die Hausherren trotz einer 2:0-Führung mit einem 2:2 (1:0)-Remis zufrieden geben. Auch Eintrachts Freddy Kastein war fassungslos, dass man den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hatte: „Nach dem 2:0 war für mich die Sache eigentlich durch.“

Die Partie, die durch den Punktabzug für die Anholter Reserve sowieso schon unter besonderer Brisanz stand, wurde durch den Einspruch der Westfalia gegen diese Wertung nochmals verschärft. „Der Einspruch wird aber abgelehnt, die Sache ist klar“, ist sich Kastein sicher, dass dies zu keinem Erfolg führen wird. So war es für die Gäste, die zahlreiche Fans mitgebracht hatten, die letzte Chance, noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitsprechen zu können.

Beil-Brüder mit Kopfball-Toren

Entsprechend motiviert gingen die Anholter von Beginn an zu Werke und hatten in der Anfangsphase etwas Übergewicht, doch mehr als ein paar Fernschüsse, die Eintracht-Keeper Nico Roszykiewicz vor keine großen Probleme stellten, sprang dabei nicht heraus. Mit der Zeit kam die Eintracht immer besser in die Partie, auch wenn der letzte Tick Entschlossenheit im Offensivspiel fehlte. So musste eine Standardsituation für die Führung herhalten. Florian Beil (28.) köpfte einen Freistoß von Marc Schneider bilderbuchmäßig in den Giebel. Bis zur 60. Minute ging es hin und her ohne nennenswerte Torabschlüsse. Dann aber fiel die vermeintliche Vorentscheidung für die Eintracht: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld und einer verunglückten Kopfballabwehr der Anholter setzte Mario Beil nach und köpfte den Ball wie sein Bruder in den Winkel. „Danach haben wir es versäumt den Sack zuzumachen“, ärgerte sich Kastein.

Aus dem Nichts fiel das 1:2 durch Felix Schirrmacher, der aus 30 Metern einfach abzog und den etwas zu weit vor dem Tor postierten Roszykiewicz überraschte (70.). Daraufhin ließen sich die Emmericher, auch durch große Unruhe von Außen, immer weiter verunsichern und kassierten noch den Ausgleich. Viktor Felde brachte Miguel Marcus im Strafraum zu Fall, wofür es folgerichtig Strafstoß gab. Schirrmacher lief an, scheiterte aber zunächst am glänzend reagierenden Roszykiewicz. Der Ball sprang jedoch wieder ins Feld, so dass der Schütze das Leder im Nachsetzen doch noch über die Linie zum Ausgleich drücken konnte (86.).

Am kommenden Sonntag muss die Eintracht (71 Punkte) nun beim Verfolger PSV Wesel IV (69) antreten. Dort dürfen die Emmericher auf keinen Fall verlieren, ansonsten feiern die Lackhausener die Meisterschaft. Die Anholter (68) können nicht mehr ins Titelrennen eingreifen.

Andreas Pesnjak


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