Talent aus Wales wird zum Fuchs
06.07.2012 | 19:00 Uhr 2012-07-06T19:00:00+0200
Der 19-jährige Waliser Joseph Lewis wechselt aus Füssen zum EVD. Das Torwarttrio der Füchse macht sich in Kürze auf den Weg zu einem Trainingscamp in Los Angeles.
Ganz ohne Ausländer geht der EV Duisburg dann doch nicht in die kommende Eishockeysaison – und dennoch bleiben die Füchse ihrer Linie treu. Denn Joseph Lewis wechselt nicht aus Übersee zum Oberligisten von der Wedau, sondern aus der Nachwuchsmannschaft des Altmeisters EV Füssen.
„Ich habe ihn selbst bei Spielen in der Deutschen Nachwuchsliga beobachtet“, berichtet EVD-Trainer Franz Fritzmeier. „Er hat Spielwitz, arbeitet hart, das sieht richtig gut aus“, sagt der Coach über den 19-Jährigen, der 2009 erstmals für Iserlohn in der DNL aufgelaufen ist, 2010 nach Füssen ging und dort in der abgelaufenen Spielzeit sogar Kapitän der Mannschaft war. Aber gerade deswegen will er „Joe“ Lewis gar nicht als Ausländer verstanden wissen. „Er ist einfach ein weiterer junger Wilder. Schließlich ist es auch für ihn seine erste Saison bei den Senioren“, so Fritzmeier.
Ein weiterer Vorteil: Mit einem weiteren Neuzugang, dem Kölner Förderlizenzler Daniel Schmölz, hat er in Füssen in einer Reihe gespielt. Lewis stammt aus Cardiff und spielt in der Junioren-Nationalmannschaft von Großbritannien. „Für uns war auch wichtig, dass wir mit ihm einen weiteren Rechtsschützen haben“, ergänzt EVD-Sportdirektor Matthias Roos. In Füssen spielte er auf dem rechten Flügel, der junge Waliser ist aber auch als Center einsetzbar. „Mir war es wichtig, einem talentierten Spieler wie ihm eine Chance zu geben“, so Fritzmeier.
Für die drei EVD-Torhüter Björn Linda, Etienne Renkewitz und Felix Bick steht in wenigen Tagen ein Goalie-Trainingscamp der besonderen Art auf dem Plan. Das Trio fliegt am 14. Juli nach Los Angeles, wo Jamie Storr, der von 2006 bis 2009 das Tor der Düsseldorfer EG in der Deutschen Eishockey-Liga gehütet hatte, das Spezialtraining anbietet. „Das ist eine gute Sache für unsere drei jungen Keeper“, sagt Franz Fritzmeier. Eine Meinung, die Matthias Roos freilich teilt. Im Zuge des Camps, das vom 16. bis zum 20. Juli über die Bühne geht, „kann es sein, dass auch mal der eine oder ander Spieler der Kings mit den Torhütern trainiert“, so Roos. Und die Los Angeles Kings haben kürzlich erstmals den Stanley Cup gewonnen.
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