Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Duisburg

Schuberts zweiter Streich

03.07.2012 | 23:59 Uhr
Schuberts zweiter Streich
Kurze Pause: Co-Trainer Uwe Schubert mit, Maurice Exslager, Daniel Brosinski und Kevin Wolze. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool

Duisburg. Uwe Schubert am Ende der Saison 2011/2012: Blass, erschöpft, gezeichnet. Uwe Schubert zu Beginn der Duisburger Sommervorbereitung 2012/2013: Erholt, humorvoll, tatendurstig. „Die Tatsache, dass wir nicht gut aus der Winterpause gekommen sind, war sehr belastend. Das hat schon Spuren hinterlassen und war eine Riesenbelastung. Deswegen tat etwas Urlaub nach so einer anstrengenden Saison, die wir erlebt haben, richtig gut“, sagt der Assistenztrainer des MSV. Und mit einem Zwinkern schiebt Schubert nach: „Im Trainingslager auf Borkum hat die gesunde Gesichtsfarbe noch etwas zugenommen.“

Nach zwei freien Tagen ziehen die Zebras heute nach ihrem offiziellen Fototermin wieder das Tempo an. Am Freitagnachmittag (17 Uhr) steigt der erste Härtetest bei Bayer 04 Leverkusen, danach geht es ins Trainingslager nach Bad Wörishofen. Der Kampf um die Plätze entbrennt immer mehr. Ob Florian Fromlowitz das noch aus nächster Distanz mitbekommt, ist fraglich. Der Keeper soll sich mit Dynamo Dresden über ein Zwei-Jahres-Engagement einig sein.

Arbeit an vielen Fronten

Uwe Schubert, der den Job an der Seite von Chefcoach Oliver Reck zunächst mit zeitlicher Begrenzung ausübte, weil er gleichzeitig als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Jugendcheftrainer stark eingespannt ist, arbeitet auch in dieser Saison an vielen Fronten.

Kritiker sehen in der Mehrfach-Rolle von Schubert beim MSV eine zu starke Machtfülle, Befürworter schätzen die kurzen Wege vom Jugendbereich in den Profikader als gewinnbringend ein. Ohne Schubert wären die Talente Andre Hoffmann, Tanju Öztürk oder aktuell Dustin Bomheuer wohl kaum so stark gepowert worden.

„Ich hätte kein Problem damit gehabt, nach dem Erreichen von Platz zehn in der letzten Spielzeit zu sagen: Das war es, ich gehe zurück zu meinen anderen Aufgaben im Verein. Aber es war der Wunsch von Manager Ivo Grlic und Olli Reck, dass wir in der Konstellation weitermachen“, erläutert Schubert und lobt: „Die Zusammenarbeit mit Olli Reck hat hervorragend funktioniert. Er ist ein Glücksfall für den MSV, weil er alle Dinge ganz offen kommuniziert. Wir liegen auf einer Wellenlänge.“

„Talente sind die Zukunft“

Der 52-Jährige beginnt den Tag schon früh mit Zeitungslesen. „Neulich habe ich gelesen, dass die Konstellation, wie wir sie in Duisburg haben, bundesweit einmalig ist. Wir sind nicht der einzige Verein, der seinen Jugendcheftrainer im Profibereich eingebunden hat. Freiburg hat das mit Christian Streich auch schon vor Jahren gemacht.“ Streich kümmerte sich seit 1995 um die SCF-Talente, bevor er im Dezember 2011 hochrückte. Schubert ist seit 2002 beim MSV und wurde im Herbst 2011 nach oben befördert. „Ich mache diese Tätigkeit, weil sie der richtige Weg ist, um junge Spieler bei uns einzubauen. Sie sind die Zukunft“, streicht Schubert heraus.

Der Reck-Assistent erwartet, „dass Andre Hoffmann und Tanju Öztürk trotz einiger Wellentäler, die man immer einplanen muss, leistungsmäßig explodieren.“ Das Signal, das der MSV aussendet, ist deutlich: Der Weg nach oben ist nicht mehr so steinig wie vor Jahren. Schubert: „Das muss ein Anreiz für alle sein.“

Thomas Tartemann


Kommentare
Aus dem Ressort
EVD eröffnet Saison am 10. August
Eishockey
Die Füchse bereiten sich auf die neue Oberliga-Spielzeit vor. Testgegner in der Scania-Arena ist DEL-Nachbar Düsseldorfer EG. Außerdem wird ein buntes Rahmenprogramm geboten.
Pierre De Wit will sich seinen Platz beim MSV erarbeiten
De Wit
Dass der Stellvertreterposten nicht automatisch ein Freifahrtschein für den Ligabetrieb ist, musste Pierre De Wit bereits beim Auftakt in Regensburg feststellen. Dort musste er zunächst auf die Bank und Tim Albutat den Vortritt lassen. „Ich muss mir meinen Platz erarbeiten“, sagt „Piero“.
Oldies füllen Lücken bei der RESG
Rollhockey
Lowie Boogers (36), der mit den Walsumern 1999 Deutscher Meister wurde, kehrt zum Bundesligisten zurück. Die Roten Teufel müssen im Gegenzug den Verlust von Youngster Sebastian Haas an den SC Bison Calenberg hinnehmen.
VfL Rheinhausen mit Testspielwochenende zufrieden
Handball
Zwei Mal waren die Verbandsliga-Handballerinnen des VfL Rheinhausen am Wochenende im Einsatz. Mit den Tests gegen den TV Bruckhausen und den HSV Solingen-Gräfrath II waren die Bergheimerinnen zufrieden.
Bajic-Rückkehr ins MSV-Drittligateam noch nicht absehbar
MSV
Für Branimir Bajic waren die letzten Wochen die Hölle. Wegen seines Pfeifferschen Drüsenfiebers konnte der Abwehrchef des MSV nicht viel tun. „Ich bin ungeduldig. Da fällt das natürlich besonders schwer“, so der 34-Jährige, der sich über Einsätze in der Reserve auf das gewünschte Level bringen will.
BVB-Kapitän
Sebastian Kehl ist als BVB-Kapitän abgetreten - wer soll sein Nachfolger werden?

Sebastian Kehl ist als BVB-Kapitän abgetreten - wer soll sein Nachfolger werden?

 
Fotos und Videos
430 Läufer beim TV Homberg
Bildgalerie
Rheindeichlauf
300 demonstrieren für DJK
Bildgalerie
Vereinsleben
Lacrosse
Bildgalerie
Sportarten