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Mit einem Sieg nach Wiesbaden

02.06.2012 | 03:00 Uhr
Mit einem Sieg nach Wiesbaden
Ciao, MSV! Djuradj Vasic übernimmt künftig die sportliche Leitung beim SV Wiesbaden. (Foto: Hayrettin Özcan)

Duisburg.   Der nach Wiesbaden heimkehrende Trainer der Zebra-Reserve verabschiedet sich mit dem Spiel gegen den SV Bergisch Gladbach – und als Aufsteiger in die Regionalliga.

Für Djuradj Vasic stehen am Sonntag gleich zwei Spiele im Blickpunkt. Priorität hat natürlich das letzte Spiel des MSV Duisburg II in der Fußball-NRW-Liga gegen den SV Bergisch Gladbach. Um 15 Uhr wollen sich die Zebras dann vernünftig vom eigenen Publikum an der Westender Straße und der Liga verabschieden und ihrem scheidenden Trainer zum Abschluss noch einmal einen Sieg schenken.

Nach der Saison geht es für den Trainer zurück in seine Heimat nach Hessen. Und da kommt das zweite Spiel zum Tragen. Der SV Wiesbaden, bei dem Vasic die sportliche Leitung übernehmen wird, spielt in der Relegation gegen den Zweiten der dortigen Gruppenliga, Germania Schwanheim, um den Klassenerhalt in der Verbandsliga. Da der SVW sein erstes Spiel beim VfB Wetter 1:2 verlor, muss ein Sieg her. „Aber je tiefer man anfängt, desto leichter ist es, nach oben zu kommen“, schmunzelt der Noch-MSV-Trainer.

„Ich habe einen Drei-Jahres-Vertrag in Wiesbaden unterzeichnet. Gemeinsam mit einigen Leuten, die ich noch aus meiner früheren Zeit kenne, wollen wir diesen Traditionsverein in Richtung Profifußball annähern“, was auch mit Hilfe eines lokalen Investors gelingen soll, wie Vasic erklärt. Entgegen aufgekommenen Gerüchten, der 55-jährige verlasse den MSV aufgrund etwaiger Unstimmigkeiten oder Qualitätsverlust in der Mannschaft, betont Vasic, dass diese Planungssicherheit für einen Mann seines Alters und bei einem Verein in seiner Heimat „der entscheidende Grund“ war. „Niemand hat irgendeine Schuld daran, dass ich gehe“, so Vasic, „ich habe mich mit jedem gut verstanden und möchte, dass das auch noch so ist, wenn es mich mal wieder nach Duisburg führen sollte. Hätte der MSV auf den noch ein Jahr andauernden Vertrag mit mir bestanden, wäre ich der Verpflichtung nachgekommen. Deshalb bin ich dem Verein sehr dankbar, dass er mir entgegengekommen ist. Denn Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, und wer weiß, ob ich so eine Chance sonst wieder bekommen hätte.“

Zur Qualität der Mannschaft sagt der Trainer: „Natürlich tat es weh, zu erfahren, dass einige Leistungsträger den Verein verlassen, aber das ist das Los einer zweiten Mannschaft und auch des Erfolgs. Bei allen sportlichen Zielen, die wir mit dem Aufstieg auch erreicht haben, müssen wir in einer U23 zweigleisig denken“, weiß Vasic um die Bedeutung des Ausbildungsprinzips. „Die individuelle Weiterentwicklung steht im Vordergrund. Tanju Öztürk zeigt eindrucksvoll, dass uns dies gelungen ist. Auch alle anderen Spieler haben sich weiterentwickelt. Und das ist ein Erfolg.“

Sven Kowalski



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