Für Malezas war der Wechsel zu Fortuna Düsseldorf "eine rein sportliche Entscheidung"
05.08.2012 | 14:11 Uhr 2012-08-05T14:11:00+0200Düsseldorf. Stelianos Malezas ist aus der ersten griechischen Liga zur Düsseldorfer Fortuna gekommen. Aus rein sportlichen Gründen, wie er versichert. Von seinem neuen Verein erhofft er sich eine sportliche Weiterentwicklung - und träumt ein wenig von einer Partie im Camp Nou beim großen FC Barcelona.
Stelianos Malezas hat die Welt der griechischen Vereine in seiner zwölfjährigen Fußballer-Karriere nie verlassen. Und trotzdem zählt der neue Fortuna-Verteidiger neben Top-Verpflichtung Andrey Voronin zu den international erfahrensten Kickern im Kader von Cheftrainer Norbert Meier. 18 Europapokalspiele stehen in der Statistik des Stamm-Innenverteidigers von PAOK Saloniki.
Partien bei Fenerbahce Istanbul, den Tottenham Hotspurs, FC Villarreal, Udinese Calcio, FC Brügge, Ajax Amsterdam, ZSKA Moskau oder Rubin Kasan sind neben den beiden Länderspielen für das blaue hellenische Dress die persönlichen Glanzpunkte in der Karriere-Bilanz von Malezas. Bisher jedenfalls. Offenbar hat der Abwehrspieler genug Internationales geschnuppert. „Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und deshalb die angebotene vorzeitige Vertragsverlängerung bei PAOK nicht akzeptiert“, erklärt der 1,93 Meter große Hüne.
Zählen und die Wochentage klappen schon auf deutsch
Dass die Schwarz-Weißen ihren Stammspieler überhaupt aus dem bis 30. Juni 2013 datierten Kontrakt rausließen, ist der finanziell angespannten Gesamtlage im Verein und auch im Land geschuldet. Doch dieses Thema ist für Malezas keines, wie er versichert. Auch wenn PAOK dem Abwehrrecken noch ausstehendes Honorar schulden soll, wie jüngst kolportiert wurde.
„Ich will mich bei Fortuna Düsseldorf in einer der zweifellos stärksten Ligen der Welt nach vorn entwickeln. Mein Wechsel hatte rein sportliche Gründe“, versicherte der höfliche Grieche vor dem Testmatch bei AZ Alkmaar gegenüber der WAZ-Mediengruppe. Auf Englisch. Nach fünf Tagen beim Bundesliga-Rückkehrer ist es mit deutschen Vokabeln naturgemäß schwierig. „Zählen kann ich schon. Und die Wochentage kriege ich auch hin“, berichtet Malezas nicht ohne Stolz.
Großes Spielverständnis
Auf dem Trainingsrasen geht’s auch in Englisch, was im Fortuna-Team alle mehr oder weniger gut sprechen. „Es ist toll, wie gut ich aufgenommen werde und wieviel Hilfe ich hier bekomme“, betont Malezas.
Dabei war er in der abgelaufenen Woche derjenige, der sich vor Ort am besten von allen auskannte. Das Hotel und die Natur rund um das Golden Tulip im niederländischen Doorwerth kennt er von gleich fünf Camp-Besuchen mit PAOK. Zuletzt war er vor zwei Wochen vor Ort. „Auch wenn bei Fortuna im Training vieles schneller und dynamischer läuft als ich es gewohnt bin: Meine Fitness stimmt!“
Das Spielverständnis nennt Stelios Malezas als ein persönliches Plus. „Ich versuche immer, auch mit dem Kopf zu agieren und den Spielaufbau meines Teams gut einzuleiten.“ Dass er in der Strafraumluft auch eine Bank sein dürfte, versteht angesichts der stattlichen Körpergröße von selbst.
Zwei Freunde empfahlen den Wechsel nach Düsseldorf
Den Wechsel nach Deutschland haben ihm zwei Freunde empfohlen: Konstantinos Giannoulis vom 1. FC Köln, der wie Malezas in Katerini geboren wurde, und der langjährige Bundesliga-Angreifer Angelos Charisteas (Bremen/Nürnberg/Leverkusen/Schalke, zuletzt bei Erstliga-Aufsteiger Panetolikos Agrinio). „Ich weiß, dass Düsseldorf als Stadt sehr nett ist und der Verein ambitioniert und solide“, sagt Malezas.
Sein größer Fußball-Traum wird übrigens bei Fortuna nur schwer umsetzbar sein: Einmal im Nou Camp auflaufen und dann einen (Kopfball-)Treffer gegen den FC Barcelona machen!
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