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Wickedes Schott sauer über „Kirmesfußball“

07.05.2012 | 18:12 Uhr
Wickedes Schott sauer über „Kirmesfußball“

Das war kein gutes Wochenende für Dortmunds Westfalenligisten. Die drei Mannschaften mit Kontakt nach oben brachten genau ein kümmerliches Pünktchen (Eving) zustande, kassierten dafür zwölf (!) Gegentore. Die rühmliche Ausnahme: ausgerechnet der abstiegsgefährdete FC Brünninghausen.

Der FCB raffte sich, angespornt durch die Jüngsten auf dem Platz, zu einer sehr ansprechenden Gesamtleistung auf und eroberte so drei sehr wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Selbst der frühe und unglückliche Rückstand warf den FCB nicht aus der Bahn, weil er von Beginn an zwei Aktivposten auf dem Platz hatte, die sich nicht beirren ließen und mutig ihre Chance suchten: Christian Wazian, Raimund Büth und der eingewechselte Tobias Schmitz holten sich zurecht später ein Trainerlob ab. Als weiteren Neuzugang gab der Sportliche Leiter Michael Griesbach den vielseitig verwendbaren Abwehrspieler Haris Balihadzic vom Liga-Konkurrenten TuS Eving bekannt.

Emotionen waren auch in Wickede im Spiel, allerdings weitaus dunklere. Denn selbst fast 24 Stunden nach dem 2:6-Debakel gegen Erkenschwick loderten in Marko Schott helle Flammen des Zorns. „Das war Kirmesfußball“, schnaubt der erboste Trainer, „die Jungs sind einfach zu lasch, zu selbstherrlich und offenbar mit dem bisher Erreichten schon zufrieden.“ Die Wut ist verständlich, denn seine Mannschaft musste in den letzten fünf Heimspielen 22 Gegentore hinnehmen. Als Reaktion wird ab sofort vier Mal in der Woche trainiert, und es werden Einzelgespräche geführt, die sicher nicht immer feinfühlig ausfallen werden. „Alle Spieler kommen auf den Prüfstand, auch die, die schon zugesagt und verlängert haben.“ Die Mannschaft, so Schott, stoße zwar gegen Erkenschwick an ihre Grenze, aber „statt zu kämpfen stehen wir nur Spalier!“ Als Wiedergutmachung spendiert die Mannschaft den Fans jetzt 100 Liter Bier.

Dagegen hat sich Jörg Silberbach nach dem 1:5 seines ASC 09 in Sprockhövel schon wieder beruhigt und will nicht zulassen, dass jetzt alles infrage gestellt wird. Zwar hat ihn die Niederlage nach eigenem Bekunden sehr getroffen, aber „wir haben eine gute Rückrunde gespielt. In solchen Spitzenspielen reicht es halt noch nicht ganz, das muss man zugeben.“

Heute (18 Uhr) geht es für den ASC im Pokal gegen den TuS Eving, der nach dem 1:1 gegen Kaan mit Enttäuschung im Umfeld leben muss. Daniel Rios: „Man muss auch sehen, dass wir sechs Spieler unter 21 in der Startelf hatten. Ich erhoffe mir einfach etwas mehr Rückhalt von Fans“,

Andreas Kuhlmann



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