Phoenix-West statt Strand von Palma
08.03.2010 | 17:28 Uhr 2010-03-08T17:28:00+0100
Die Aussage zum Standort Dortmund war ziemlich deutlich und klar gewählt - Phoenix-West statt am Strand von Palma auf Mallorca.
„Wir haben uns bewusst diesen Ort ausgesucht, deshalb fand unsere Präsentation auch in Dortmund und nicht im Trainingslager auf Mallorca statt”, sagte Mark Claußmeyer, Chef des Team Nutrixxion, nach dem Fotoshooting auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände Phoenix-West.
Im siebten Jahr nach der Gründung im Frühjahr 2004 erzeugte diese „Location” wohl die größte Ambivalenz zwischen überholter Industriekultur und einer modernen Sportart. „Einfach eindrucksvoll, diese Gebäude besitzen einen umheimlichen Reiz, man fühlt förmlich die Arbeit, die hier in der Vergangenheit über Jahre hinweg geleistet wurde. Das Ganze wurde noch verstärkt durch diese ungeheure Kälte”, kommentierte Mark Claußmeyer die Stimmung in den Hallen des einstigen Hoesch-Stahlwerks Phönix.
Vieles war also neu bei dieser Einstimmung auf die Saison 2010, die ja schon längst begonnen hat mit den Rennen in Argentinien und in Indien. Nicht nur der Ort der Fotopräsentation, auch das Team Nutrixxion erhielt in großen Teilen ein völlig neues Gesicht. Sieben Fahrer blieben aus dem Vorjahr übrig, acht Neue kommen hinzu. Beim Team Nutrixxion Ladys war der Schnitt noch krasser. Mit Tanja Hennes und Anika Werheit stehen nur zwei Damen aus dem Team 2009 auch in der aktuellen Mannschaft. Die wichtigsten Neuzugänge sind hier Nationalfahrerin Christina Becker sowie die beiden Dortmunderinnen Anna-Bianca Schnitzmeier und Julia Fehring.
Bei den Profis musste zunächst der Abgang von Eric Baumann und Andreas Schillinger ausgeglichen werden. Eine durchaus schwierige Aufgabe für Teammanager Mark Claußmeyer, der mit der Lösung des Problems aber durchaus zufrieden sein darf. Mit Steffen Radochla wurde ein starker Sprinter verpflichtet, der das Potenzial besitzt, um an die Nutrixxion-Erfolge des Vorjahres anzuschließen. Dazu kommen noch Philipp Mamos (Amore Vita), Sergej Fuchs (Rabobank) und Sebastian Forke (LKT).
Natürlich sollen und müssen auch Erfolge her, um auch in der Saison 2010 das hinter dem Team Milram erfolgreichste deutsche Team zu stellen. „Keine Frage, diesen Platz haben wir in der Saison 2009 ganz klar mit großem Vorsprung belegt. Jetzt wollen wir ihn auch verteidigen”, sagte Mark Claußmeyer.
Die Taktik wird die gleiche sein wie im Vorjahr. Die Ruhrgebiets-Equipe wird erneut mit zwei Kapitänen an den Start gehen: Steffen Radochla für die Sprints und Dirk Müller für die schweren Ein- und Mehrtagesrennen.
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