Partie in Kiel ein Spiegelbild der Saison
09.05.2010 | 16:52 Uhr 2010-05-09T16:52:00+0200
Zumindest ein Ziel haben die Jungs von Theo Schneider am Wochenende erreicht. Sie haben den 18. Tabellenplatz in der 3. Liga verteidigt - trotz einer 3:4-Niederlage beim Tabellenletzten Holstein Kiel, womit der BVB 2 die angestrebte 42-Punkte-Marke dann doch nicht erreicht.
Während die Borussen ohne eigenes Zutun auf Platz 18 blieben, überholte Kiel quasi auf dem letzten Drücker den Wuppertaler SV, der damit als Letzter die Saison beendete.
Kann ein Trainer mit einer Niederlage beim Schlusslicht zufrieden sein? „Natürlich nicht”, sagte Theo Schneider. Andererseits: die 90 Minuten an der Kieler Förde waren unterhaltsam, kurios, reich an Höhepunkten und für die Borussen ein Spiegelbild der gesamten Saison.
„Wie so oft in dieser Saison haben wir in den Schlussminuten den entscheidenden Treffer kassiert. Das Spiel in Kiel verlief am Ende genauso wie unser erstes Saisonspiel gegen Burghausen. Auch da haben wir in der Nachspielzeit den Treffer zum 3:4 kassiert”, sah Theo Schneider Parallelen.
Dass es überhaupt soweit kommen musste in Kiel, hatten die Borussen natürlich selbst verschuldet. Schon in der 32. Minute stand es 0:3 - Lamprecht (6.), Siedschlag (12.) und Meyer (32.) hatten die Kieler vor einer schönen Kulisse von 2202 Zuschauern entscheidend in Führung gebracht. Es drohte eine peinliche Pleite für die Borussen.
Die sich so aber nicht aus der 3. Liga verabschieden wollten. Auf jeden Fall muss Schneider deutliche Worte in der Kabine gefunden haben. „Wir haben eine gute Reaktion gezeigt”, freute sich Schneider. Ginczek traf zum 1:3 (55.), Boztepe zum 2:3 (76.) und Hünemeier schaffte in der 89. Minute per Foulfelfmeter den verdienten Ausgleich.
Was aber schlussendlich immer noch nicht reichen sollte zum Punktgewinn. Was für Theo Schneider allerdings an der Fehlleistung von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus lag. Die hätte ein offensichtliches Handspiel eines Kielers nicht gepfiffen, so Schneider. Stattdessen flog der Ball auf Keeper Focher, der zur Ecke abwehrte. Und die Standardsituation führte dann zum 4:3 für Kiel. „Eine klare Fehlentscheidung, das Handspiel war genau vor unseren Augen”, wetterte Schneider, „aber unter Frau Steinhaus haben wir noch kein Spiel gewonnen.”
BVB 2: Focher - Evers (46. Oscislawski), Sobiech, Hünemeier, Vrzogic - Nottbeck (76. M. Großkreutz) - Boztepe, Tyrala, Kandziora (46. Treude) - Ginczek, Hille .
Tore: 1:0 Lamprecht (6.), 2:0 Siedschlag (12.), 3:0 Meyer (32.), 3:1 Ginczek (55.), 3:2 Boztepe (76.), 3:3 Hünemeier (89., Foulelfm.), 4:3 Lamprecht (90. + 2).
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