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Kaum noch Chancen

24.06.2012 | 20:30 Uhr
Kaum noch Chancen
Erster Punkt für die TG Westfalia: Volker Kaupert.

Die Chancen auf ein weiteres Jahr in der ersten Bundesliga sind auf ein Minimum gesunken: Nach dem 1:8 in Aschaffenburg sind die Herren 30 der TG Westfalia vor dem Abstieg kaum noch zu retten. Die eigene Bilanz ist mit vier Niederlage aus vier Spielen und 1:35 Matchpunkten einigermaßen desaströs, die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller kommt hingegen langsam auf die Beine.

Die TG Westfalia und ihre Italiener – es wird sich durch die Saison ziehen und nicht das glücklichste Kapitel dieser Spielzeit sein. Von Stafano Tarallo und Gianluca Gatto wussten die Dortmunder bereits, dass sie aufgrund von Verpflichtungen in ihrer Heimat erst ab dem nächsten Spieltag für die TG Westfalia aufschlagen können. In den vergangenen beiden Partien hatten sie deshalb auch den Südtiroler Florian Allgauer gesetzt, doch der sagte zweimal kurzfristig ab. „Das ist dann schon enttäuschend“, gab Henrik Müller-Frerich zu, „zumal wir mit ihm, so unwahrscheinlich das bei der klaren Niederlage klingt, gute Chancen gehabt hätten.“

Dreimal in den Matchtiebreak

Wohl war. Komplett ohne Chance waren die Dortmunder nur an den ersten beiden Positionen. Dort wehrten sich Tim Richter und Andreas Thivessen vergeblich gegen die Übermacht des Griechen Konstantinos Economidis und des Ungarn Kornel Bardoczky. Von Position drei an war es indes ausgeglichen: Volker Kaupert gewann sein Einzel und sorgte somit für den ersten Punkt der Dortmunder in dieser Saison, jeweils in den Matchtiebreak mussten Henrik Müller-Frerich, Matthias Nieweg und Jens Kemke. Und alle drei Dortmunder verloren diesen dritten Satz, Müller-Frerich und Kemke jeweils 3:10, Nieweg 5:10. So beendete die TG Westfalia die Einzelrunde mit einem 1:5-Rückstand und der Gewissheit, die nächste Niederlage kassiert zu haben.

Vermutlich hätten die Chancen der Dortmunder besser gestanden, wenn sie mit einem Spitzenspieler angereist wären und alle anderen eine Position nach unten gerutscht wären. „Jeder spielt zwei bis drei Position zu hoch“, stellte Müller-Frerich nicht zum ersten Mal fest. „Aber was sollen wir machen?“, fragt er eher rhetorisch.

Ab dem nächsten Spieltag kann die TG Westfalia auf Tarallo und Gatto zurückgreifen, „nur müssen wir uns fragen, ob das noch Sinn hat“, so Müller-Frerich. In den verbleibenden drei Spielen bräuchten die Dortmunder wohl auch drei Siege, um doch noch dem Abstieg zu entgehen. Müller-Frerich beschriebt die Chancen wie folgt: „Es sieht bescheiden aus.“

Timm Becker



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