Gemeinschaftliche Enttäuschungen
08.11.2009 | 20:00 Uhr 2009-11-08T20:00:00+0100
Beide Dortmunder Verbandsligisten verpatzten den Wiederauftakt nach der "Herbstpause". Der OSC verlor zu Hause gegen Aufsteiger Westerholt, der HC Süd in Gevelsberg-Silschede.
In den Anfangsminuten freuten sich die Anhänger des SV Westerholt noch über das „Heimspiel in Dortmund”, am Ende feierten sie lautstark den „Auswärtssieg”. Klingt unlogisch, stimmt aber: Am Samstagabend zog der OSC gleich zwei Mal den Kürzeren. Auf der Tribüne hatte er den Vergleich mit den Gästen aus Westerholt schon mit Spielbeginn verloren, auf dem Spielfeld musste er sich nach 60 Minuten ebenfalls geschlagen geben. Mit 31:33 (13:15) unterlag der OSC und wartet nun schon seit dem ersten Spieltag auf einen doppelten Punktgewinn in eigener Halle.
Möglich wäre ein Zähler für den OSC durchaus gewesen. Der Aufsteiger aus Westerholt spielte handballerisch solide (mehr aber auch nicht) und hatte in Mittelmann Philipp Jacob (5) und dem Rechtsaußen Michael Brinker (10/4) genau zwei überdurchschnittliche Spieler – was für den Sieg reichte. Zu keinem Zeitpunkt der Partie war der OSC zwar hoffnungslos abgeschlagen, zum letzten Mal in Führung lag er indes in der 13. Minute, beim 7:6 durch Oliver Bratzke. Der Routinier war übrigens der einzige Akteur aus der Startformation, der nach 20 Minuten noch auf dem Platz stand. Die restlichen sechs – einschließlich Torhüter Nedo Pleic – hatten mittlerweile auf der Bank Platz nehmen müssen. Große Veränderungen brachten die personellen Wechsel aber nicht. „Wir haben schlecht gedeckt”, kritisierte Trainer Carsten Lueg, „und im Angriff haben wir ebenfalls nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.” Um kopfschüttelnd hinzuzufügen: „Dabei hatten wir drei Wochen Zeit, um uns auf dieses Spiel vorzubereiten.”
In den hektischen letzten Minuten hatte der OSC beim 28:30 (58.) und 29:31 (59.) – beide Treffer erzielte der gute Kai Bekston – immerhin noch die Hoffnung auf einen Punkt.
Doch die währte nicht allzu lang – gleich im Gegenzug kassierten die Hausherren direkt Tore. Als Robin Austermann 30 Sekunden vor Schluss erneut auf 31:32 verkürzte, war's zu spät. Die Gäste spielten es routiniert und clever runter. Allein elf Sekunden hatte es gedauert, bis sie zum Anwurf bereit waren...
Die Partie gegen Westerholt sollte für den OSC richtungsweisend sein, so hatten sie es im Vorfeld angekündigt. Die Richtung wird ihnen nicht sonderlich gefallen.
OSC: Pleic, Stumpf (ab 14. Min.); Krug, Edeling, Lepine (3/2), Bratzke (3), Schroeter (3), Tomlik, Schürmann (7/5), Köhne (1), Bekston (7), Austermann (5), Strauß, Wittland (2).
Der HC Süd beendete das erste Spiel nach der Herbstpause ebenfalls mit einer Enttäuschung – mit 23:29 (10:16) verlor der Oberligaabsteiger sein Spiel bei der HSG Gevelsberg-Silschede.
Ein mögliches Erfolgserlebnis gaben die Südlichen schon in der ersten Halbzeit aus der Hand. „Wir haben viele Bälle einfach weggeworfen”, ärgerte sich Süd-Trainer Martin Denso. Seine Mannschaft begann in der Abwehr unkonzentriert, im Angriff ließ sie sich von der aggressiven Deckung der Hausherren den Schneid abkaufen. Gevelsberg kam mit einfachen Toren und Gegenstößen zum Erfolg, nach 20 Minuten betrug der Vorsprung schon neun Tore (14:5). „Wir brauchen viel zu lange, bis wir endlich ins Spiel finden”, so Denso. Erst vor der Pause fanden die Südlichen zu Normalform und verkürzten den Rückstand. Woran auch Torhüter Michael Trippe, der nach 22 Minuten in die Partie kam, seinen Anteil hatte. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hatte der HC Süd den Rückstand immerhin auf drei Tore reduziert (16:19) – zum Erfolgserlebnis reichte es nicht mehr.
HC Süd: Waschescio, Trippe (ab 22. Min.); Bublies (2), Hausl (7/7), Hennemann (3), Hobrock (1), Fuck (4), Cipa, Paukstadt (2), Pixberg (1), Decker, Höhmann (3).
19:09
Das Spiel war schwach. Aber Selbstüberschätzung? Lueg erzählt doch permanent, dass die Mannschaft noch in der Findungsphase ist. Hast Du das nicht bekommen und suchst nach negativen Dingen? Und wo dreht sich bitte alles um den OSC. Bei Hombruch und Höchsten ist doch aus was los....und das finden selbst die Spieler vom OSC gut...
11:04
Dafür, dass der OSC so tut, als ob der Handball in Dortmund sich wieder nur um ihn dreht und alle anderen doof sind, ganz schön mager.
11:04
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11:03
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