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BVB 2 will endlich den ersten Sieg - und ein Spiel ohne Gegentor

05.08.2012 | 15:53 Uhr
BVB 2 will endlich den ersten Sieg - und ein Spiel ohne Gegentor
Elfmeter-Torschütze beim 1:1 in Aachen: Marcel Halstenberg.

Dortmund.  Die Zweitvertretung von Borussia Dortmund präsentiert sich bisher in der 3. Liga durchaus überzeugend. Doch auch nach dem dritten Spiel wartet die Mannschaft noch auf den ersten Sieg - und auf das erste Spiel ohne Gegentor. Trainer und Spieler bleiben dennoch zuversichtlich.

Das Lob von Seiten des Gegners ist fast schon obligatorisch. Das war vor drei Jahren nicht anders, als der BVB 2 erstmals (vergeblich) versucht hatte, in der 3. Liga Fuß zu fassen. Der große Unterschied zu damals: jetzt sind die Jungs offensichtlich in der Lage, nicht nur optisch gut auszusehen, sondern auch schwierige Aufgaben zu lösen. Obwohl es auch beim dritten Versuch noch nicht zum ersten Saisonsieg gereicht hat.

Noch ist es für eine erste Zwischenbilanz viel zu früh. Doch vieles deutet darauf hin, dass die Mission Klassenverbleib diesmal von Erfolg gekrönt werden könnte und dass dieses blutjunge Team in der Lage sein wird, der hochklassigen und zum Großteil ungleich erfahreneren Konkurrenz auf lange Sicht Paroli zu bieten.

Wagner: „Ich habe ein unglaublich gutes Gefühl“

„Ich habe aufgrund der spielerischen Leistung und der Energie, die in den Jungs steckt, ein unglaublich gutes Gefühl, was diese Saison betrifft, und ein wahnsinniges Vertrauen in diese Mannschaft“, sagte David Wagner nach dem 1:1 am Freitagabend am Aachener Tivoli. Es war ein über weite Strecken starker Vortrag der Schwarz-Gelben, die eine Stunde lang taktisch hervorragend agiert und nach dem Ausgleich in den letzten 30 Minuten mit einem immensen kämpferischen Aufwand und ganz viel Herz den verdienten Punkt nach Hause brachten.

Aufatmen nach Durm-Verletzung

Was die Aufstellung für das Heimspiel am Dienstag (19.00 Uhr) gegen Wacker Burghausen betrifft, heißt es für David Wagner: abwarten. Erstens, wie Marcel Halstenberg die Zusatzbelastung beim Liga-Total-Cup mit den Profis in Hamburg verkraftet. Zweitens, ob Erik Durm, der in Aachen eine Knöchelprellung erlitten hatte, so kurzfristig bereits wieder zur Verfügung stehen wird.

Erste noch schlimmere Befürchtungen haben sich glücklicherweise nicht bestätigt: „Gebrochen ist nichts“, atmete der Trainer nach der Röntgenuntersuchung auf. Mit Verstärkung aus dem Profikader rechnet Wagner frühestens am Samstag, wenn sich zum Abschluss der Englischen Woche der 1. FC Saarbrücken in der Roten Erde vorstellt.

Dass man gegen einen Gegner wie Aachen, immerhin einer der großen Aufstiegsfavoriten, irgendwann dann doch noch unter Druck gerät, sei einerseits der Klasse des Gegners geschuldet, zum Teil aber auch der großen Kulisse, die ihre Mannschaft bis zuletzt nach vorne getrieben hatte. „Auch aus dieser Situation“, analysierte David Wagner, „konnten die Jungs etwas lernen. Nämlich, dass man dafür belohnt wird, wenn man sich mit aller Macht gegen drohendes Unheil stemmt.“

Kein Jubel in der Kabine

Gejubelt habe nach der kräftezehrenden Partie und der nervenaufreibenden Endphase dennoch niemand in der Kabine - trotz des ohne Zweifel beachtlichen Resultats. „Weil sie schon sehr wohl wussten, dass sie sogar mehr hätten holen können“, wie Wagner treffend ergänzte. Sie sind halt nicht so leicht zufrieden zu stellen - auch dies eine positive Charaktereigenschaft dieser Truppe. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht“, bekräftigte Thomas Meißner diese These noch, „aber in den beiden jetzt bevorstehenden Heimspielen wollen wir auch den ersten Sieg einfahren. Ich hoffe, schon am Dienstag gegen Burghausen, spätestens aber am Samstag gegen Saarbrücken.“

Der frühere Mainzer, in Aachen ein idealer Partner von Florian Hübner in der Dortmunder Innenverteidigung, glänzte am Tivoli mit seiner bislang besten Saisonleistung. „Wir harmonieren dort hinten immer besser miteinander“, meinte der 21-Jährige Neuzugang im Rückblick auf die 90 Minuten, „aber jetzt, denke ich, ist es für uns auch an der Zeit, erstmals zu Null zu spielen. Auch dies wird uns hoffentlich in dieser Woche gelingen.“

Udo Stark



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