1:2 - Werder Bremen beendet Borussias tolle Serie
10.03.2010 | 22:17 Uhr 2010-03-10T22:17:00+0100
Immer wieder Werder Bremen. Zum wiederholten Male hat der BVB 2 im Duell mit den Hanseaten auch im eigenen Stadion wichtige Punkte gelassen. Das gestrige 1:2 (0:0) war eine unglückliche Niederlage, denn sie wurde erst in derv 84. Minute durch einen Freistoß von Tobias Kempe besiegelt.
An die letzten starken Leistungen konnte das Team von Theo Schneider aber nicht anknüpfen.
„Beide Mannschaften haben sich über 90 Minuten neutralisiert”, waren sich Schneider und sein Bremer Kollege Thomas Wolter einig. „Mit einem Punkt hätte ich zufrieden sein müssen”, ergänzte der BVB-Coach, „aber wir haben auch es nicht verdient, durch zwei so unglückliche Gegentreffer als Verlierer vom Platz zu gehen.” In der Tat war es besonders bitter, dass ausgerechnet die Abwehr, die einen sehr sicheren Eindruck hinterlassen hatte, zwei vermeidbare Tore kassierte.
Die Partie in der Roten Erde war kein Leckerbissen für die Zuschauer. Der BVB, nach vier Siegen und einem Remis eigentlich die Mannschaft der Stunde, wurde diesen Vorschusslorbeeren zunächst nicht gerecht. Die erneut kräftig umgebaute Elf (siehe Info-Box) sah sich Bremern gegenüber, die den Lauf eines 6:1 gegen Kiel mitgebracht hatten. Werder agierte mit vorgezogener Abwehr, attackierte früh, und die Schwarzgelben mussten sich eher auf die Sicherung des eigenen Tors konzentrieren, was sie allerdings mit Bravour erledigten.
Es wurde immer deutlicher, dass Konterfußball im eigenen Stadion an diesem Abend das adequate Mittel sein könnte, aber die Entlastungen hatten Seltenheitswert. Marcel Großkreutz (14.) und Sebastian Hille (40.) stellten Werder-Schlussmann Felix Wietwald vor keine großen Probleme.
Der zweite Durchgang begann wie der erste aufgehört hatte – eher sogar mit erhöhtem Gäste-Engament. Erst zwei Strafstöße brachten aber kurzfristig richtig Fahrt in die Partie. Zunächst legte Werder vor – David Vrzogic hatte sich ein ebenso klares wie unnötiges Foul erlaubt – aber nur vier Minuten später glich Uwe Hünemeier nach einem Foul an Hille aus.
Vorübergehend sah es so aus, als hätten die Elfmeter als Weckruf gewirkt. Das Tempo nahm zu, die BVB-Aktionen wurden zielstrebiger, aber nur kurzfristig. Für den letzten und entscheidenden Treffer musste erneut ein Standard herhalten. Scharf geschossen, aber nicht unhaltbar wirkend, besiegelte Kempe per Freistoß das Ende der BVB Serie.
„Eine bittere Niederlage”, fand Sebastian Tyrala, „aber wir sind inzwischen gefestigt. Das wirft uns nicht um. Wir kommen zurück!”
BVB 2: Höttecke - Evers, Hünemeier, Neumeister, Vrzogic (83. Oscislawski) - Marcel Großkreutz, Nottbeck - Koch, Tyrala, Piossek (87. Boztepe) - Hille (62. Kullmann). - Tore: 0:1 Kempe (57., Foulelfmeter), 1:1 Hünemeier (61., Foulelfmeter), 1:2 Kempe (84.). - Zuschauer: 1139.
INFO
Ginczek doch gesperrt
- Theo Schneider musste kurzfristig umplanen: Entgegen der ursprünglichen Auffassung gilt die Sperre von Daniel Ginczek auch für die 3. Liga. Der Stürmer fehlt damit auch im Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim. Sebastian Hille war gestern einzige BVB-Spitze.
- Ebenfalls nicht im Aufgebot Lasse Sobiech wegen einer im Training erlittenen Wadenprellung. Für ihn rückte Jörn Neumeister in die Innenverteidigung.
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