Hordel zittert sich mit 1:1 in Werdohl in Relegation / Wattenscheid 09 sicher
03.06.2012 | 19:44 Uhr 2012-06-03T19:44:00+0200
Au weia - das hätte auch nach hinten losgehen können. Westfalenligist DJK TuS Hordel sicherte sich mit einem 1:1 (0:1) beim Tabellenletzten FSV Werdohl den sechsten Rang, der zur Aufstiegsrelegation gegen SuS Neuenkirchen berechtigt. Was das Saisonfinale so verrückt machte? Die direkten Hordeler Konkurrenten patzten unerwartet.
FSV Werdohl - DJK TuS Hordel 1:1 (1:0)
DJK: Felbick - Severich (80. Nehlson), M. Wagener, Thormann, Wilhelm - P. Rudolph, Osma (46. A. Wagener) - Krüger, K. Rudolph (70. Bastürk), Dragicevic - Ginczek
Tore: 1:0 (15.), 1:1 Dragicevic (75.)
Au weia - das hätte auch nach hinten losgehen können. Westfalenligist DJK TuS Hordel sicherte sich mit einem 1:1 (0:1) beim Tabellenletzten FSV Werdohl den sechsten Rang, der zur Aufstiegsrelegation gegen SuS Neuenkirchen berechtigt. Was das Saisonfinale so verrückt machte? Die direkten Hordeler Konkurrenten, BV Westfalia Wickede und DSC Wanne-Eickel, hatten beide verloren und so die Chance vertan, noch in letzter Sekunden an den Hordelern vorbeizuziehen. Es hätte also auch eine Niederlage gereicht. „Was in der Kabine abgeht, ist der Wahnsinn“, versuchte Trainer Frank Wagener, die Erleichterung und Freude seines Teams zu beschreiben.
Einen 0:1-Rückstand (15.) konnten die Grün-Weißen erneut nicht verhindern - und diesmal war der frühe Nackenschlag hochverdient. „Das war Altliga-Fußball in der ersten Halbzeit - ich hatte den Eindruck, als seien einige Spieler der Situation nervlich nicht gewachsen. In der Pause habe ich appelliert: Lasst uns eine ganze Saison nicht in 90 Minuten hergeben“, so Wagener.
Seine Mannschaft erhörte den Trainer, erspielte sich plötzlich „Chancen im Minutentakt. Bis auf den Torwart kann man da wirklich jeden nennen.“ Teilweise traf die DJK sogar das leere Tor nicht - bis ein Weitschuss von Philipp Dragicevic (75.) die Fanschar („Die haben uns richtig geil unterstützt“) und alle anderen Beteiligten erlöste.
Indes wurde mit dem vielseitig einsetzbaren Offensiv-Akteur Martin Brzezinski (WSV Bochum 06) der dritte externe Neuzugang für die neue Saison bekannt gegeben. Die Vertragsverlängerung von Mittelfeld-Mann Mirko Krüger scheint nur noch Formsache zu sein.
Ungewohnte Defensiv-Taktik geht auf
FC Brünninghausen - SG Wattenscheid 09 0:3 (0:2)
SG: Fronczyk - Samet Davulcu, Thamm, Luvuezo, Brümmer - Zajas (46. Draxler), Issa - Preissing (62. Melchner), Trisic, Rocys (82. Kofo-Asenso) - Demirbay
Tore: 0:1 Rocys (15.), 0:2 Luvuezo (32.), 0:3 Rocys (72.)
Die Pflicht ist erfüllt, jetzt wartet die Kür auf den Westfalenliga-Meister SG Wattenscheid 09: Nach dem 3:0 (2:0) beim FC Brünninghausen schaut der gesamte Klub auf die beiden Regionalliga-Relegationsspiele am Donnerstag und Sonntag.
Das Gastspiel in Dortmund nutzte Trainer André Pawlak für taktische Experimente. Die für seine Spieler ungewohnte Marschroute: „Wir haben uns tief gestellt und versucht, den Gegner zu langen Bällen zu zwingen. Das hat sehr, sehr gut geklappt“, schwärmte der Trainer von der „konzentrierten“ Vorstellung seiner Elf. Pawlak, der insgesamt vier Stammkräfte schonte, erfreute zudem, dass Torjäger Vaidas Rocys quasi pünktlich zur wichtigsten Phase der Saison wieder in Torlaune ist. Er traf zum vierten Mal in Folge, diesmal sogar doppelt zum 1:0 (15.) und 3:0 (72.). Zwischenzeitlich hatte Innenverteidiger Christian Luvuezo (32.) per Doppelpass mit Ali Issa auf 2:0 erhöht. „Nach Ballgewinnen haben wir hervorragend umgeschaltet, und bei den langen Bällen aus dem Halbfeld ist nichts angebrannt“, lobte André Pawlak: „Eine Top-Leistung, die ich in dieser Form aber auch erwartet habe.“
Die SG-Kicker haben einzig die Chance vertan, das Ergebnis noch höher zu gestalten. Allein Milko Trisic traf zweimal die Latte: „Wir haben die spielschwache Phase hinter uns.“ Zudem gab Publikumsliebling Ludwig Kofo-Asenso sieben Monate nach seiner Kreuzband-Operation ein zehnminütiges Comeback.
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