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Fußball - Oberliga-Relegationsspiel

Hordel kämpft um den letzten Oberliga-Platz

13.06.2012 | 16:25 Uhr
Hordel kämpft um den letzten Oberliga-Platz
Gibt sich entspannt vor der letzten Partie der Saison: Trainer Frank Wagener.

Vor der Partie gegen SuS Neuenkirchen auf neutralem Boden (Do., 19.30 Uhr, Werner Straße 10a, Ascheberg) betont Trainer Frank Wagener: Die Mannschaft hat, egal ob der Aufstieg nun realisiert werde oder nicht, in der Westfalenliga-Saison eine „herausragende Leistung“ erbracht: „Ein Riesen-Lob dafür.“

Für Frank Wagener, Trainer des Westfalenliga-Sechsten DJK TuS Hordel, hängt von dem Relegationsspiel zur Oberliga Westfalen nicht die nachträgliche Bewertung der gesamten Spielzeit ab. „Das will ich zu allererst los werden: Die Mannschaft hat eine herausragende Saison gespielt, teilweise den Ausfall von fünf, sechs Leistungsträgern kompensiert. Ein Riesen-Lob dafür“, so der Coach. Die Partie gegen den Sechsten der Parallelstaffel, SuS Neuenkirchen, wird heute um 19.30 Uhr auf neutralem Boden (Werner Straße 10a, Ascheberg) ausgetragen. Und da war Wagener auch gleich beim zweiten Punkt angelangt.

„Meinen Unmut über diesen Termin muss ich auch artikulieren. Ich finde das Verhalten des Verbands respektlos. Die Spieler hätten es verdient, bei voller Kraft zu spielen.“ So aber würden er und seine Spieler sich abhetzen - und mit Serdar Bastürk (Arbeit) sowie Andreas Büscher (Uni) hat man wegen der Ansetzung schon zwei Ausfälle zu beklagen. Zudem fehlt der vielseitig einsetzbare Marvin Sell wegen seiner Rot-Sperre. Deshalb ist Wagener gezwungen, sowohl sein Mittelfeld als auch die Viererkette umzustellen. Für Büscher rückt Sven Thormann neben Max Wagener in die Innenverteidigung, auf den Außenpositionen spielen dann Ramon Wilhelm (rechts) und Philipp Severich. In der Mittelfeld-Zentrale sollen die Rudolph-Brüder Patrick und Kevin wirbeln, daneben Mirko Krüger und Philipp Dragicevic. Stürmen werden Alexander Wagener und Dawid Ginczek.

„Wir wandeln den Frust wegen des Termins in puren Trotz um“, sagt Wagener. Dass sein Team auch freundschaftlich ein verschworener Haufen ist, könnte gegen „extrem spielstarke Neuenkirchener“, die in Rafael Goacalo-Figueiredo (21 Saisontore) ihren besten Schützen haben, ein Faustpfand sein: „In solchen Spielen mobilisieren wir sehr viel über die Gemeinschaft.“ Nicht nur das kann ein Vorteil sein. Sondern auch die Tatsache, dass die jungen Grün-Weißen Luft für 120 Minuten haben dürften. Im Gegensatz zu den Regionalliga-Relegationsspielen, an denen unter anderem die SG Wattenscheid 09 beteiligt war, gibt es nämlich kein Hin- und Rückspiel. Das heißt: Verlängerung und Elfmeterschießen sind möglich.

Die Vorbereitung der Hordeler auf das Spiel indes mutet etwas eigentümlich an. Nach dem Westfalenliga-Saisonende vor elf Tagen machten sich laut Wagener einige Akteure auf den Weg ins spanische Cala Ratjada. Die Hordeler, die noch da waren, hätten „in Turnierform ein bisschen gepöhlt“ in der vergangenen Woche. Erst in dieser Woche habe man wieder gesammelt trainieren können und vor dem Spiel gegen Neuenkirchen zwei wirklich geordnete Einheiten abhalten können.

Videos des Gegners habe Wagener sich übrigens nicht angesehen. „Ach was, da schau ich mir lieber einen richtig guten Krimi an.“

Vielleicht sieht er ja heute um 19.30 Uhr schon einen.

Wer die Mannschaft unterstützen will, kann im Bus (80 Plätze) mitfahren. Interessierte melden sich bei Peter Both: 0172/2347479.

Felix Groß


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