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Gladbachs Sportdirektor Eberl schwärmt von Uli Hoeneß

27.07.2012 | 14:25 Uhr
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Gladbachs Sportdirektor Eberl schwärmt von Uli Hoeneß
Max Eberl von Borussia Mönchengladbach.Foto: Getty Images

Rottach-Egern.  Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach verfolgte das Trainingslager in Rottach-Egern entspannt. Lesen Sie im großen Interview unter anderem, was Max Eberl über den Vergleich mit dem jungen Uli Hoeneß hält und wie er über Trainer Lucien Favre denkt.

Herr Eberl, man hat sie im Trainingslager am Tegernsse nur glücklich und bis über beide Ohren strahlend gesehen. Sind Sie der glücklichste Manager der Bundesliga?

Max Eberl: Ich strahle deshalb, weil ich gesund bin, weil wir alle Transfers getätigt haben, die wir uns vorgenommen haben und weil wir hier in einer wunderschönen Umgebung trainieren dürfen. Aber ich maße mir nicht an, der glücklichste Manager der Liga zu sein. Ich sträube mich ein bisschen gegen solche Superlative oder Vergleiche. Wir versuchen, bei Borussia Mönchengladbach etwas auf den Weg zu bringen, haben mit der Art und Weise der Transfers momentan eine exponierte Stellung in der Berichterstattung. Aber ich strahle hauptsächlich, weil ich gesund bin.

Redakteur David Nienhaus (l.) und Daniel Gonzales von der WZ im Trainingslager in Rottach-Egern mit Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.Foto: privat

Ein Superlativ ist, dass man Sie unlängst schon mit dem jungen Bayern-Manager Uli Hoeneß verglichen hat…

Eberl: Uli Hoeneß hat 32 Jahre den Job bei Bayern München in einer sensationellen Art und Weise gemacht und gehört zu den führenden Managern im Weltfußball.  Dass ich meine Jugendzeit beim FC Bayern verbringen und Uli Hoeneß auch als Mensch kennenlernen durfte, freut mich besonders. Für einen jungen Manager muss Hoeneß ein Idol sein. Aber vor allem der Mensch Uli Hoeneß ist für mich eine herausragende Persönlichkeit. Wenn viele Leute sagen, sie würden gerne einmal den Papst oder Gorbatschow treffen, bin ich sehr froh, schon häufiger mit Uli Hoeneß gesprochen zu haben.

Bei Hoeneß hieß es „Festgeldkonto“, bei Ihnen heißt es jetzt  „Transfermeister“.

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Eberl: Uns als „Transfermeister“ darzustellen, ist eine sehr einseitige Sicht auf die Dinge. Dass wir hinter Borussia Dortmund Einnahmen-Vizemeister im Bereich Transfers sind, wird ein bisschen unter den Tisch fallen gelassen. Diese Einnahmen sind die Grundvoraussetzungen für unsere Investitionen. Es ist auch falsch zu sagen: Wir sind Vierter geworden und investieren 30 Millionen Euro oben drauf auf die Mannschaft. Nein, wir haben die finanziellen Entschädigungen für die eklatanten Abgänge, die wir hinnehmen mussten, plus die Erlöse aus Ticketing und Fernsehgeldern wieder in die Mannschaft investiert. Und man darf auch nicht vergessen: Wir sind in Europa. Wir haben die Gruppenphase in der Europa League sicher. Auch diese Gelder haben wir investiert, das sind mehrere Millionen, die wir ins Team gesteckt haben.

Und das ausschließlich in junge, begehrte Spieler. Warum haben sich zum Beispiel Luuk de Jong und Granit Xhaka für die Borussia entschieden?

Eberl: Dieser Verein geht nachhaltig einen Weg. Wir haben eine große Tradition und wollen jetzt eine neue Geschichte schreiben. Bei uns sieht man, dass sich junge Spieler wunderbar entwickeln können. Wir haben das mit Marko Marin gezeigt, den wir teuer verkauft haben. Dafür sind neue junge Spieler gekommen, die später auch für mehr als den doppelten Betrag wieder weiterverkauft worden sind. Dann können wir wieder entwicklungsfähige neue Spieler hinzunehmen. Aber es ist auch die Art und Weise, wie wir Fußball spielen lassen und der Trainer spielt bei all dem natürlich auch eine große Rolle. Das Gesamtpaket Borussia Mönchengladbach ist einfach sehr spannend.

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